PwC-Studie: CO₂ runter, Gewinn rauf mit Regen-Agri!
By PwC Deutschland
PermaNews Brief
Key Takeaways
Eine PwC-Studie belegt, dass regenerative Landwirtschaft CO₂-Emissionen signifikant senkt und gleichzeitig die Erträge steigert.
- Regenerative Praktiken reduzieren Emissionen um bis zu 30 Prozent.
- Ertragssteigerung von 7% bei Winterweizen wurde beobachtet.
- Bodengebundener Kohlenstoff wird 16x stärker gebunden.
- Nachhaltigkeit muss keine Produktivitätseinbußen bedeuten.
- Zusammenarbeit ist essenziell für die Implementierung.
- Regenerative Ansätze sind Schlüssel zur Dekarbonisierung.
Why It Matters
Die Studie liefert datengestützte Beweise, dass regenerative Landwirtschaft sowohl ökologisch vorteilhaft als auch wirtschaftlich rentabel ist, was Fehlinformationen über die angebliche Unvereinbarkeit von Nachhaltigkeit und Produktivität widerlegt. Dies ist entscheidend für die globale Ernährungssicherheit und Klimaanpassung.
What to Do Next
Informieren Sie sich über lokale Förderprogramme und Netzwerke für regenerative Landwirtschaft in Ihrer Region.
Recommended for: Landwirte, Agrarwissenschaftler und politische Entscheidungsträger, die an nachhaltigen und wirtschaftlich tragfähigen Lösungen für die Landwirtschaft interessiert sind.
Eine umfassende Studie von PwC Deutschland in Zusammenarbeit mit dem AgriTech-Unternehmen Klim aus Berlin zeigt, dass regenerative Landwirtschaftspraktiken sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile bieten. Die mehrjährige Analyse eines Ackerbaubetriebes belegt konkrete Erfolge: Regenerative Praktiken senken die landwirtschaftlichen Emissionen um 30 Prozent und die Gesamtemissionen des Agrarbetriebes um 15 Prozent. Besonders bemerkenswert ist, dass gleichzeitig der Ertrag beim Winterweizen um sieben Prozent gesteigert wurde. Dies widerlegt die häufige Annahme, dass Nachhaltigkeit zu Lasten der Produktivität gehen muss. Der Praxisleitfaden ist die erste unabhängige Untersuchung, die die Auswirkungen der regenerativen Landwirtschaft messbar macht und damit ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung des Agrarsektors. Der Agrarsektor trägt mit etwa 15 Prozent zu den globalen CO₂-Emissionen bei und ist damit der weltweit zweitgrößte Emittent nach der Energiewirtschaft. In Deutschland liegt der Anteil bei etwa 8 Prozent. Die Studie zeigt konkrete Zahlen: Bei dem untersuchten Betrieb sanken die Gesamtemissionen von 215,04 Tonnen CO₂e im Business-as-usual-Szenario auf 186,78 Tonnen CO₂e, was einer Reduktion von rund 15 Prozent entspricht. Besonders bemerkenswert ist die Reduktion der landwirtschaftlichen Emissionen (FLAG-Emissionen) um 30 Prozent. Weitere Keyfacts der Studie zeigen das Potenzial regenerativer Ansätze: 16-mal höhere Kohlenstoffbindung im Boden durch nachhaltige Ansätze ist erreichbar, und 1,13 kg CO₂ pro Liter Diesel könnten durch regenerative Praktiken eingespart werden. Die Studie betont, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaftsbetrieben, der verarbeitenden Industrie und dem Lebensmitteleinzelhandel essenziell ist, um regenerative Praktiken in größerem Maßstab umzusetzen. Der Handlungsdruck, emissionsintensive Bereiche zu dekarbonisieren, ist dementsprechend hoch, und regenerative Ansätze werden als Schlüssel für viele dieser Herausforderungen angesehen – auch in puncto Wirtschaftlichkeit.
Source: pwc.de
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