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Rainforest Alliance veröffentlicht neuen Standard für regenerative Landwirtschaft

By Rainforest Alliance
Rainforest Alliance veröffentlicht neuen Standard für regenerative Landwirtschaft

PermaNews Brief

Key Takeaways

Die Rainforest Alliance hat einen umfassenden Rahmen für regenerative Landwirtschaft entwickelt, der praktische Maßnahmen zur Verbesserung von Boden und Biodiversität bietet.

  • Standard fördert Bodengesundheit und Biodiversität
  • Hilft bei Klimaresilienz und Wassermanagement
  • Bietet konkrete Maßnahmen für Produzenten
  • Basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischer Erfahrung
  • Ermöglicht gemeinsame Fortschritte von Produzenten und Unternehmen

Why It Matters

Der neue Standard bietet eine strukturierte und umsetzbare Grundlage für moderne Landwirte, um nachhaltige Praktiken effektiv umzusetzen.

What to Do Next

Informieren Sie sich über den Standard und evaluieren Sie Ihre Praktiken.

Permaculture Context

Für alle, die regenerative Landwirtschaft nicht nur als Konzept verstehen, sondern täglich in die Praxis umsetzen, ist dieser Standard ein bedeutsamer Schritt – aber mit einer wichtigen Einschränkung: Zertifizierungsrahmen wie dieser entfalten ihre Wirkung vor allem im Bereich großflächiger, exportorientierter Produktion. Wer einen Kleingarten, eine Permakultur-Anlage oder eine gemeinschaftlich bewirtschaftete Fläche betreibt, braucht den SRL nicht direkt. Was jedoch zählt, ist das Signal, das er sendet: Regeneration wird messbar, verhandelbar und damit ernst genommen – auch von Unternehmen und Lieferketten, die bislang Nachhaltigkeit als Checkbox behandelt haben. Für PraktikerInnen bedeutet das konkret: Wer Produkte aus zertifizierten Betrieben bezieht, kann künftig gezielter fragen, welche Bodenaufbaumaßnahmen tatsächlich umgesetzt werden. Und wer selbst produziert oder berät, findet in den Prinzipien des Standards – Agroforstwirtschaft, kontinuierliche Bodenverbesserung, Wasserverantwortung – eine Sprache, die Brücken baut zwischen Subsistenzpraxis und institutioneller Landwirtschaft. Das ist kein Freifahrtschein, aber ein nützliches Werkzeug im größeren Systemwandel.

Recommended for: Landwirte und Unternehmen, die nachhaltiger wirtschaften wollen.

Die Rainforest Alliance hat ihren Standard für regenerative Landwirtschaft (SRL) am 8. September 2025 veröffentlicht und damit einen Rahmen geschaffen, der ProduzentInnen und Unternehmen ganz konkret dabei unterstützen soll, Landwirtschaft nicht nur nachhaltiger, sondern aktiv aufbauender zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen dabei verbesserte Bodengesundheit, mehr Biodiversität, höhere Klimaresilienz, verantwortungsvoller Umgang mit Wasser sowie bessere Lebensgrundlagen für FarmerInnen. Der Artikel beschreibt nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem den Entwicklungsprozess hinter dem Standard. Genau das macht ihn für PraktikerInnen besonders wertvoll: Er zeigt, wie ein anwendbarer Standard entsteht, der wissenschaftliche Erkenntnisse, Felderfahrung und Beiträge von Partnern aus unterschiedlichen Regionen zusammenführt.

Ein wesentlicher Punkt ist, dass der SRL nicht isoliert entwickelt wurde, sondern auf dem bestehenden Standard für nachhaltige Landwirtschaft der Rainforest Alliance aufbaut. Bereits dort sind zentrale regenerative Prinzipien wie Agroforstwirtschaft, Bodengesundheit, verantwortungsvoller Einsatz von Agrochemikalien und Klimaresilienz verankert. Der neue Standard erweitert diesen Ansatz und übersetzt ihn in einen klareren Rahmen für kontinuierliche Verbesserung über verschiedene Nutzpflanzen und Regionen hinweg. Das ist wichtig, weil regenerative Landwirtschaft oft sehr allgemein diskutiert wird, in der Praxis aber konkrete Leitplanken braucht: Welche Maßnahmen sind sinnvoll? Wie lassen sich Fortschritte messen? Wie können ProduzentInnen und Unternehmen gemeinsam vorgehen?

Der Artikel betont, dass die Entwicklung des Standards von wissenschaftlichen Erkenntnissen getragen war, aber genauso von praktischen Erfahrungen aus den Feldern und den Rückmeldungen internationaler Partner. Daraus entstand ein Ansatz, der nicht nur theoretisch überzeugend wirkt, sondern umsetzbar sein soll. Für die Praxis bedeutet das: Der Standard ist als Werkzeug gedacht, um systematisch Verbesserungen anzustoßen, statt bloß ein Label oder eine abstrakte Ideensammlung zu sein. Er soll also helfen, regenerative Maßnahmen in bestehenden Lieferketten zu verankern und sie für unterschiedliche Kulturen und Produktionskontexte anpassbar zu machen.

Besonders relevant ist der Fokus auf kontinuierliche Verbesserung. Statt eine starre Einmal-Definition vorzugeben, soll der Standard Entwicklungspfade eröffnen, die ProduzentInnen dort abholen, wo sie stehen. Das ist für landwirtschaftliche Betriebe wichtig, weil die Umstellung auf regenerative Verfahren meist schrittweise erfolgt und betriebsspezifische Unterschiede berücksichtigt werden müssen. Der Artikel liefert damit einen praxisnahen Einblick in die Frage, wie sich regenerative Landwirtschaft von einer allgemeinen Vision in einen handhabbaren Standard übersetzen lässt.

Source: knowledge.rainforest-alliance.org

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