Sieben Linden: Permakultur formt nachhaltiges Ökodorf
By Ökodorf Sieben Linden
PermaNews Brief
Key Takeaways
Das Ökodorf Sieben Linden demonstriert seit 1997, wie eine permakulturell gestaltete Siedlung zukunftsfähig und gemeinschaftlich nachhaltig funktionieren kann.
- Ganzheitliche Siedlungsplanung nach Permakultur-Prinzipien
- Partizipative Entwicklung prägt Gestaltung des Lebensraums.
- Nachhaltige Materialien wie Strohballen, Holz und Lehm.
- Zwei Gärtnereien sichern Versorgung mit Obst und Gemüse.
- Ökodorf bietet Bildungsangebote zu Permakultur und Selbstversorgung.
Why It Matters
Dieses Modellprojekt zeigt, dass ein nachhaltiges und gemeinschaftliches Leben mit ökologischer Verantwortung und sozialer Teilhabe möglich ist, und dient als Lernplattform für andere Initiativen.
What to Do Next
Umfassende Standortanalyse vor Beginn eines jeden Siedlungsprojekts durchführen.
Recommended for: Für alle, die sich für die Gründung oder Gestaltung nachhaltiger Gemeinschaften nach Permakultur-Prinzipien interessieren.
Das Ökodorf Sieben Linden ist ein sozial-ökologisches Modellprojekt in der Altmark, das seit 1997 nachhaltiges Leben und gemeinschaftliches Wohnen praktiziert. Die Siedlungsplanung basiert von Anfang an auf den Prinzipien der Permakultur, einem ganzheitlichen Gestaltungsansatz, der ökologische, soziale und ökonomische Aspekte integriert. Permakultur zielt darauf ab, Lebensräume energie- und arbeitssparend sowie ertragsintensiv zu gestalten, wobei ethische Grundsätze wie Fürsorge für die Erde, für Menschen und gerechtes Teilen im Mittelpunkt stehen. Vor der Gründung wurde das Gelände ein Jahr lang intensiv untersucht, einschließlich Flora, Fauna, Wind- und Solarnutzung sowie Bodenbeschaffenheit. In partizipativen Seminaren entwickelten die zukünftigen Bewohner*innen gemeinsam Siedlungsentwürfe, die in einem groben Bebauungsplan mündeten, der das Gelände zoniert und unterschiedliche Nutzungsbereiche definiert. Die Planung ist ein fortlaufender Prozess, bei dem neue Bauvorhaben und Gemeinschaftsflächen kontinuierlich in Absprache mit den Bewohner*innen und einem Baurat gestaltet werden. Die Häuser werden aus nachhaltigen Materialien wie Strohballen, Holz und Lehm gebaut, und die Gemeinschaft lebt in verschiedenen Wohnformen, von Wohngemeinschaften bis zu Familien. Zwei permakulturell gestaltete Gärtnereien versorgen die Bewohner*innen mit eigenem Obst und Gemüse, wobei im Winter auf Lagerbestände zurückgegriffen wird. Die Pflege des umliegenden Kiefernmonokulturschwarzwaldes zielt auf eine langfristige Entwicklung zu einem standortgerechten Laub-Mischwald ab. Das Ökodorf dient als lebendiges Beispiel für gelebte Permakultur, das auch Bildungsangebote wie Seminare zur Permakultur und Selbstversorgung anbietet. Die Gemeinschaft versteht sich als Modell für eine zukunftsfähige, nachhaltige Lebensweise, die ökologische Verantwortung mit sozialer Teilhabe verbindet.
Source: siebenlinden.org
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