BMUKN-Agrarkongress 2026: Ernährung, Umwelt & Agrarpolitik

PermaNews Brief
Key Takeaways
Der BMUKN-Agrarkongress 2026 hebt Agroforstwirtschaft als Schlüssel für eine zukunftsfähige Agrarpolitik hervor, die Ernährungssicherung und Umweltschutz vereint.
- Agroforstwirtschaft ist zentral für Klimaresilienz und Artenvielfalt.
- GAP-Rückschritte bei Umweltzielen kritisiert.
- Praxisbeispiele zeigen erfolgreiche regenerative Ansätze.
- Kooperationen von Betrieben, Kommunen und Bürgern sind entscheidend.
- Multifunktionale Ansätze bieten Lösungen für Klima und Wirtschaft.
Why It Matters
Die Integration von Agroforstsystemen in die Landwirtschaft zeigt sich als vielversprechender Weg, um ökologische Herausforderungen zu meistern und gleichzeitig die Lebensmittelproduktion zu sichern. Dies ist entscheidend für die Anpassung an den Klimawandel und den Erhalt der Biodiversität.
What to Do Next
Informieren Sie sich über lokale Agroforst-Initiativen und mögliche Förderprogramme für die Umsetzung auf Ihrem Betrieb oder in Ihrer Gemeinschaft.
Recommended for: Dieser Brief ist für Landwirte, Agrarpolitiker, Umweltaktivisten und alle, die an nachhaltigen Lösungen für die Landwirtschaft interessiert sind, empfehlenswert.
Der BMUKN-Agrarkongress 2026 diskutierte die Zukunft der Agrarpolitik zwischen Ernährungssicherung und Umweltschutz. Bundesminister Carsten Schneider betonte das Ziel einer lebenswerten Umwelt, stabiler landwirtschaftlicher Betriebe und intakter Ökosysteme. Er kritisierte die neue Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) für Rückschritte bei Umweltambitionen. Agroforstwirtschaft wurde als zentrale Rolle hervorgehoben, insbesondere durch Projekte wie SEBAS des DeFAF, das Agroforstsysteme für Insekten optimiert. Praxisbeispiele wie Wilmars Gärten bei Berlin zeigen regenerative Landwirtschaft mit Agroforst zur Produktion hochwertiger Lebensmittel und Ressourcenschutz. Betriebsleiterin Maria Gimenéz erläuterte die Motivation. Das Projekt Klimalandschaft Wolfenbüttel von ProjectTogether gGmbH, DeFAF e.V. und Partnern verbindet Betriebe, Kommunen und Bürger für klimaresiliente Landschaften durch Agroforst. Ulrike Oemisch und Philipp Burckhardt zeigten, wie Akteurskooperation transformative Prozesse anstößt. Der Kongress unterstrich die Notwendigkeit, Umwelt- und Klimaschutz mit wirtschaftlicher Stabilität zu verbinden. Agroforstsysteme bieten multifunktionale Lösungen: Sie schützen Böden, fördern Biodiversität, speichern CO2 und erhöhen Resilienz gegenüber Extremwetter. Schneider forderte konsequente Fortsetzung erfolgreicher Förderwege. Der Kongress markiert Weichenstellungen für eine agrarpolitische Transformation, die ökologische Prinzipien in den Vordergrund stellt und innovative Ansätze wie Agroforst priorisiert. Teilnehmer aus Politik, Wissenschaft und Praxis einigten sich auf die Dringlichkeit kollaborativer Modelle für nachhaltige Landwirtschaft.
Source: agroforst-info.de
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