IWIQ-Projekt: Grauwasser-Rückgewinnung in Berlin
By Klimafrieden OS (Blog)
TL;DR: Das IWIQ-Projekt demonstriert, wie Grauwasser- und Wärmerückgewinnung in bestehenden Stadtquartieren implementiert werden kann, um Ressourcen zu schonen und zur Klimaneutralität beizutragen.
- Grauwasser wird für Toiletten und Bewässerung aufbereitet.
- Wärme wird aus Grauwasser für Heizungen zurückgewonnen.
- Fokus liegt auf der Sanierung von Bestandsgebäuden.
- Kosten senken sich und der Trinkwasserverbrauch sinkt.
- Das Projekt fördert dezentrale Wasserwirtschaft in Städten.
Why it matters: Dieses Projekt zeigt konkrete Wege auf, wie Städte ihre Wasser- und Energieressourcen effizienter nutzen können. Es bietet pragmatische Lösungen für die Anpassung an den Klimawandel und fördert die Kreislaufwirtschaft in urbanen Räumen.
Do this next: Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde über Förderprogramme für Grauwasser-Systeme in Bestandsgebäuden.
Recommended for: Für Stadtplaner, Wohnungsbaugesellschaften und engagierte Bürger, die sich für nachhaltige Stadtentwicklung und Ressourcenschonung interessieren.
Das IWIQ-Projekt, koordiniert vom KWB, zielt auf integrierte Rückgewinnung von Wasser und Wärme aus Grauwasser in städtischen Quartieren ab, mit Fokus auf Bestandsgebäude. Gestartet am 25. August 2025 an der TU Berlin, unter Beteiligung von Senatorin Franziska Giffey, testet es innovative Verfahren in Berlin-Kreuzberg 'Block 6'. Hier wird aufbereitetes Grauwasser nicht nur für Toilettenspülung, sondern erstmals auch für Quartierbewässerung genutzt, ergänzt durch Wärmerückgewinnung. Besonders relevant für DDR-Plattenbauten wie WBS 70, die weit verbreitet sind und skalierbare Lösungen ermöglichen. Methoden umfassen einfache Messtechnik für kostengünstigen Betrieb und Building Information Modeling (BIM) für effiziente Planung. Das Projekt adressiert Herausforderungen wie robuste Betriebsführung und Übertragbarkeit auf andere Quartiere. Durch Reduktion von Trinkwasserverbrauch und Energieeinsparung trägt es zur Klimaneutralität bei. Im Vergleich zu Neubauten, wo Grauwassersysteme etabliert sind, innoviert IWIQ im Sanierungssektor. Ergänzende Aspekte sind soziale Akzeptanz und wirtschaftliche Machbarkeit. Ähnliche Ansätze in anderen Projekten wie Dortmund oder Hamburg unterstreichen den Trend zu dezentraler Wasserwirtschaft. Langfristig fördert IWIQ 'Schwammstadt'-Koncepte, indem es Abflussminderung und Ressourcenschonung verbindet. Die Auftaktveranstaltung markierte den Einstieg in die Umsetzungsphase, mit Potenzial für bundesweite Vorbildwirkung. Technische Highlights: Grauwasseraufbereitung für nicht-trinkwasserrelevante Anwendungen, Wärmeextraktion zur Heizungsunterstützung. Dies schont Ressourcen und senkt Kosten. Das Projekt demonstriert, wie urbane Sanierungen multifunktional werden können, unter Einbeziehung von Stakeholdern aus Politik, Wissenschaft und Praxis. Erwartete Outputs: Praxiserprobte Modelle für Bestandsquartiere, die Klimawandelanpassung erleichtern. (Wortzahl: 412)