Stiegenhof 2025: Biologischer Ackerbau & Klimaanpassung
By Strickhof
PermaNews Brief
Key Takeaways
Die Begehung auf dem Stiegenhof zeigte, wie biologischer Ackerbau durch innovative Methoden Ertrag, Bodengesundheit und Nachhaltigkeit steigert.
- Nachhaltige Fruchtfolgen mindern synthetischen Düngerbedarf um bis zu 100 kg N/ha.
- Proteinpflanzen wie Bohnen fixieren Stickstoff und verbessern Bodengesundheit.
- Direktsaat und Mischkulturen erhalten Bodenstruktur und stabilisieren Erträge.
- Gründüngung und Mykorrhiza verbessern Phosphoraufnahme der Pflanzen.
- Integrierte Systeme nutzen Erntereste als Futter und Mist als Dünger.
- Mechanische Unkrautbekämpfung reduziert Herbizideinsatz.
- Sortenwahl für Klimaresilienz sichert Erträge bei extremen Wetterlagen.
- Prämien für Bioprodukte steigern wirtschaftliche Rentabilität von Höfen.
Why It Matters
Die Veranstaltung zeigte praxisnah, wie Landwirte den Übergang zum Biolandbau erfolgreich gestalten, Betriebskosten senken und die Umwelt positiv beeinflussen können.
What to Do Next
Informieren Sie sich über Förderprogramme für den ökologischen Landbau in Ihrer Region und prüfen Sie die Möglichkeiten für den Anbau von Proteinpflanzen.
Recommended for: Landwirte, Agronomen und Berater, die nach praxiserprobten Strategien zur Stärkung der Bodengesundheit und zur Steigerung der Nachhaltigkeit im Ackerbau suchen.
Die Flurbegehung auf dem Stiegenhof am 12. Juni 2025 bot Fachleuten tiefe Einblicke in den biologischen Ackerbau. Die Veranstaltung, organisiert vom Strickhof, einem Schweizer Bildungszentrum für Landwirtschaft, präsentierte Feldfrüchte, Anbautechniken und förderte den Austausch zwischen den Teilnehmenden. Ein Schwerpunkt lag auf Proteinpflanzen wie Hülsenfrüchten – Erbsen, Bohnen und Linsen. Es wurde erläutert, wie diese Pflanzen durch natürliche Stickstofffixierung in nachhaltigen Fruchtfolgen den Bedarf an synthetischen Düngemitteln um bis zu 100 kg N/ha reduzieren können.
Praktische Demonstrationen umfassten Direktsaat ohne Bodenbearbeitung, um die Bodenstruktur zu erhalten, sowie Mischkulturen zur Schädlingsbekämpfung und Ertragsstabilisierung. Präzisionsmaschinen für die Saatgutablage zur Optimierung der Bestandesetablierung wurden ebenfalls vorgestellt. Zur Förderung der Bodengesundheit wurden Gründüngung und Mykorrhiza-Impfstoffe zur Verbesserung der Phosphoraufnahme thematisiert. Der Stiegenhof dient als Beispiel für integrierte Pflanzenbau- und Tierhaltungssysteme, bei denen Erntereste an Wiederkäuer verfüttert werden und der Mist als Nährstoffkreislauf auf die Felder zurückkehrt.
Diskussionen befassten sich mit Herausforderungen wie der Unkrautbekämpfung mittels mechanischer Hacken und Abflammgeräten, der Sortenwahl für Klimaresilienz und der wirtschaftlichen Rentabilität durch Prämien für Bio-Produkte. Verwandte Inhalte auf der Strickhof-Website behandeln Versuche mit Hülsenfrüchten, die Trockenmasseerträge von 4-6 t/ha erzielen, sowie Zwischenfruchtmischungen, die die Biodiversität erhöhen, und konservierende Bodenbearbeitung, die die Erosion an Hängen minimiert.
Der Bildungsansatz des Strickhofs schult Landwirte im Übergang zum Biolandbau. Daten zeigen, dass dies zu Energieeinsparungen von 20-30% und einer verbesserten Grundwasserqualität führt. Die Veranstaltung förderte den Austausch zwischen Agronomen, Beratern und Landwirten und betonte datengestützte Entscheidungen durch Ertragskartierung und Bodenproben. Im weiteren Kontext unterstützt die Schweiz das Ziel, bis 2030 20% der landwirtschaftlichen Fläche biologisch zu bewirtschaften, untermauert durch Forschung zur agrarökologischen Intensivierung.
Praktische Empfehlungen umfassten den optimalen Zeitpunkt für die Erbsenaussaat (Mitte März bis Anfang April) und die Erntelogistik zur Minimierung von Verlusten. Auch Tierwohl-Integrationen, wie mobile Hühnerställe nach der Ernte zur Insektenkontrolle und Bodenbelüftung, wurden präsentiert. Diese Flurbegehung unterstreicht die Beiträge des Biolandbaus zur Biodiversität – eine Verdoppelung der Regenwurmpopulationen – und zum Klimaschutz durch erhöhten Kohlenstoffgehalt im Boden.
Der Bereich „Aktuelles“ des Strickhofs bietet laufende Updates und positioniert solche Veranstaltungen als Innovationszentren für die Protein-Selbstversorgung und die Reduzierung von Sojaimporten. Die Teilnehmenden erhielten Werkzeuge zur Implementierung von Zwischenfruchtfolgen: Rettich für die Tiefenlockerung, Klee für Stickstoff und Roggen als Winterbegrünung. Wirtschaftliche Analysen zeigten, dass die Gewinnschwelle innerhalb von 3-5 Jahren nach der Umstellung erreicht werden kann. Die Veranstaltung 2025 baute auf früheren Erfolgen auf und stärkte die Rolle des Strickhofs bei der Förderung nachhaltiger Ackerbausysteme, auch im Hinblick auf Parallelen zum EU Green Deal.
Source: strickhof.ch
Related Analysis
- Composting Advice Shifts From Chemistry to Microbial Biology — Several sources suggest composting guidance is pivoting from nutrient ratios toward microbial ecology—reframing what "go…
- Does Growing Your Own Food Actually Save Money? The Real Numbers — Most home gardens save money by year two — but only if the right crops are planted. Herbs and salad greens deliver 5–10x…
Related on PermaNews
- Designing Regenerative Resilience: Participatory Living Labs (How-To Guide)
- Amazonas: Chakra Waldgärten – Dynamische Agroforst-Wunder (Case Study)
- Nagaland's Jhum-Alder Agroforestry: Climate-Smart Farming (Article)
- CIT-ED Pioneers Tribal Food Forest for Climate & Food Security (Case Study)
- weADAPT: 100+ Climate Case Studies & Indigenous Practices (Case Study)
- Water Cycle Restoration Research: Indigenous Wisdom Meets Permaculture (Article)
Explore more in Food Systems & Growing — the full hub for this knowledge area.