Case Study

Kichwa Sarayaku: Kawsak Sacha & Permakultur im Amazonas

Kichwa Sarayaku: Kawsak Sacha & Permakultur im Amazonas

TL;DR: Das Kichwa-Volk in Ecuador bewirtschaftet seinen Lebensraum als "Lebendigen Wald" durch traditionelle Praktiken, die Schutz, Anbau und Gemeinschaftsarbeit vereinen.

  • Indigene Völker definieren Territorium als bewusstes Wesen mit Rechten.
  • Kaskirunas überwachen Waldzustand und legen Anbauflächen (Chakras) fest.
  • Minga fördert kollektive Dorfarbeit und respektiert natürliche Zyklen.
  • Jagd- und Fischereiverbote schützen gefährdete Arten und junge Tiere.
  • Feste stärken das Konzept durch performative Rituale und Wettbewerbe.
  • System fördert regenerative Praktiken, Permakultur und Biodiversitätsschutz.
  • Ressourcenschonende Ernte sichert die Selbstversorgung der Gemeinschaft.

Why it matters: Dieses indigene System bietet ein umfassendes Modell für regenerative Lebensweisen, das Naturrechte anerkennt und kollektive Arbeit zur Stärkung der Resilienz nutzt.

Do this next: Informieren Sie sich über indigene Landwirtschaftsmodelle und prüfen Sie, wie deren Prinzipien in Ihre eigenen Praktiken integriert werden können.

Recommended for: Für alle, die sich für indigene Wissenssysteme, ressourcenschonende Landwirtschaft und gemeinschaftliche Resilienz interessieren.

Das Pueblo Originario Kichwa de Sarayaku in der ecuadorianischen Amazonasregion konzipiert ihr Territorium als 'Kawsak Sacha' (Lebendiger Wald), ein bewusstwahrnehmendes Wesen mit Rechten. Kaskirunas als Hüter:innen überwachen den Waldzustand und legen fest, wo Chakras (rotierende Anbauflächen) angelegt werden. Minga, kollektive Dorfarbeit aus Anden- und Amazonasraum, dient z. B. dem Maniok-Anbau (Manihot esculenta), respektiert Lebenszyklen und Maniok-Gesetze. Jagdverbote gelten für Tapire (Tapirus terrestris), Herdentiere mit Jungen oder Fischfang mit Barbasco (Lonchocarpus utilis). Feste nähren das Konzept durch Performances, Tänze und Wettbewerbe. Dieses System fördert regenerative Praktiken, Permakultur-Elemente wie Rotation und Biodiversitätsschutz sowie Resilienz durch kollektive Arbeit. Praktische Details umfassen Waldüberwachung, rotationsbasierte Anbauflächen und ressourcenschonende Ernte, die Selbstversorgung stärken. Es bietet Blaupause für indigene-respektierende regenerative Lebensweisen, mit Fokus auf Naturrechte und Gemeinschaftsarbeit.

Source: boell.de

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