Case Study

Hohenheim: Deutschlands ältester Agroforst-Versuch (17 Jahre)

Hohenheim: Deutschlands ältester Agroforst-Versuch (17 Jahre)

PermaNews Brief

Key Takeaways

Eine 17-jährige Studie aus Deutschland beweist, dass Agroforstwirtschaft Ackererträge stabilisiert und die Biodiversität erhöht.

  • Agroforst steigert Resilienz von Ackerland.
  • Das richtige Baum-Reihen-Verhältnis ist entscheidend.
  • Systeme sind bei Trockenheit stabiler als Monokulturen.
  • Biodiversität und Erosionsschutz werden gefördert.
  • Langzeitdaten belegen die Praxistauglichkeit.
  • Die Systeme verbessern die Wassernutzung.

Why It Matters

Diese Langzeitstudie liefert die nötigen Daten, um Landwirte von den Vorteilen der Agroforstwirtschaft zu überzeugen und die Umsetzung in gemäßigten Klimazonen voranzutreiben.

What to Do Next

Informieren Sie sich über lokale Förderprogramme und Beratungsstellen für Agroforstsysteme in Ihrer Region.

Recommended for: Landwirte und Agrarwissenschaftler, die an nachhaltigen und klimaresilienten Anbausystemen in gemäßigten Zonen interessiert sind.

Die Universität Hohenheim hat Daten aus einer der ältesten Agroforst-Versuchsflächen Deutschlands auf der Versuchsstation Ihinger Hof in Renningen ausgewertet. Über 17 Jahre wurden Daten zu Erträgen, Biodiversität und Klimawiderstandsfähigkeit gesammelt. Agroforstwirtschaft kombiniert Gehölzreihen mit Ackerbau, um Systeme robuster gegen Trockenheit und Wasserknappheit zu machen. Schlüsselinsights: Das richtige Zusammenspiel von Baumart, Abstand der Reihen (z.B. 12-24 m), Bodenbeschaffenheit und Klima stabilisiert Ackererträge. In gemäßigten Zonen wie Deutschland fördert dies Biodiversität und reduziert Erosionsrisiken. Die Langzeitstudie (doi.org/10.1007/s13593-025-01022-5) zeigt Potenzial als zukunftsfähige Alternative im Klimawandel. Praktische Details: Bäume wie Robinie oder Esche in Reihen gepflanzt, kombiniert mit Getreide oder Klee. Erträge blieben trotz variabler Niederschläge stabil, im Gegensatz zu Monokulturen. Methodik umfasste Messungen von Biomasse, Bodenfeuchte und Insektendiversität. Herausforderungen: Anfängliche Lichtreduktion für Unterkulturen, gelöst durch breite Abstände. Empfehlungen für Praktiker: Start mit etablierten Sorten, regelmäßiges Monitoring und Anpassung an lokale Bedingungen. Die Koordinationsstelle Agroforstsystem-Forschung half bei der Wiederentdeckung. Dieses Schatz an Daten unterstreicht die Machbarkeit in Mitteleuropa und fordert breitere Adaption. Fallstudie demonstriert konkrete Vorteile: Bis zu 20% höhere Resilienz, gesteigerte Insektenvielfalt und verbesserte Wassernutzung. Für Landwirte bietet sie umsetzbare Blaupause für resilienten Anbau.

Source: uni-hohenheim.de

Related Analysis

Browse all analysis →

Related on PermaNews

Explore more in Food Systems & Growing — the full hub for this knowledge area.