AGROfloW: Agroforst für Klima, Rohstoffe & Wasser-Management

PermaNews Brief
Key Takeaways
Das AGROfloW-Projekt entwickelt und implementiert innovative Agroforstsysteme in Sachsen, um die Klimaresilienz der Landwirtschaft zu stärken und regionale Wertschöpfung zu fördern.
- Agroforstsysteme mildern Dürre und Erosion.
- Interkommunale Partnerschaften schaffen Resilienz.
- Holzproduktion und Kohlenstoffbindung nutzen.
- Biodiversität steigern und Erträge sichern.
- Digitale Tools unterstützen Agroforstkampagnen.
Why It Matters
Agroforstwirtschaft bietet eine multifunktionale Lösung für aktuelle Herausforderungen wie Klimaanpassung, Ressourcenschonung und die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe.
What to Do Next
Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde über bestehende Agroforst-Initiativen oder Möglichkeiten zur Gründung von Kooperationen mit Landwirten.
Recommended for: Landwirte, Kommunen und regionale Akteure, die praktische Lösungen für Klimawandelanpassung und nachhaltige Landnutzung suchen.
Das Projekt AGROfloW zielt auf die Entwicklung und Implementierung innovativer Agroforstsysteme (AFS) ab, mit Fokus auf Wasserkreisläufe, interkommunale Kooperation und regionale Wertschöpfung. Es initiiert Agroforst-Partnerschaften zwischen Kommunen und Landwirtschaftsbetrieben, um mehr Resilienz für landwirtschaftliche Flächen zu schaffen. Konkret umfasst es die Abmilderung von Dürre und Erosionsschutz durch AFS auf einer 77 Hektar großen Fläche angrenzend an den Tauchnitzgraben in den Gemeinden Lossatal und Thallwitz, Sachsen, mit Pflanzung geplant für 2025. Ebenso wird Winderosionsschutz durch Agroforststreifen mit hohem Blüten- und Fruchtanteil im Jahresverlauf etabliert, ebenfalls Pflanzung 2025 in Jesewitz, Sachsen. Strategieentwicklung für eine Agroforstkampagne erfolgt unter Einbezug digitaler Werkzeuge, basierend auf Praxisbeispielen in Fuchstal, Bayern, und Wurzener Land, Sachsen. Die Vorteile reichen von zusätzlichen Holzpotenzialen für Energie- und Rohstoffwende über die Nutzung schnellwachsender Baumarten für biologischen Klimaschutz durch Kohlenstoffbindung im Holz und langfristigen Humusaufbau bis hin zum Schutz landwirtschaftlicher Nutzflächen durch produktionsintegrierte Umweltleistungen statt Flächenstilllegungen. Leuchtturmprojekte fördern innovative Kooperationen zwischen Landwirtschaft und Kommunen. Praktische Umsetzung beinhaltet Diversifizierung der Produktion, Erosionsschutz und verbesserten Wasserhaushalt, was regenerative Ansätze wie in Food Forests unterstützt. Dieses Projekt bietet konkrete handlungsorientierte Beispiele für regenerative Landnutzung, einschließlich spezifischer Flächengrößen, Standorte und Zeitpläne, die Landwirte direkt adaptieren können. Es adressiert Klimawandelherausforderungen durch multifunktionale Systeme, die Biodiversität steigern und Erträge sichern. Die interkommunale Zusammenarbeit dient als Modell für Skalierung in anderen Regionen, mit Fokus auf messbare Effekte wie Wasserrückhaltung und Erosionsminderung.
Source: fnr.de
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