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Christoph Balk: Indigenes Wissen – IPBES Glossar erklärt

By Christoph Balk
Christoph Balk: Indigenes Wissen – IPBES Glossar erklärt

TL;DR: Indigenes und lokales Wissen ist entscheidend für nachhaltiges Management natürlicher Ressourcen und sollte zusammen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen genutzt werden.

  • Indigenes Wissen als Wertquelle neben wissenschaftlichen Daten verstehen.
  • Mensch-Natur-Beziehungen durch vielfältige Wissenssysteme ganzheitlich betrachten.
  • Nachhaltige Lösungen und Klimaanpassung durch indigenes Wissen fördern.
  • Kulturelle und soziale Aspekte in Umweltentscheidungen integrieren.
  • IPBES betont Bedeutung indigenen Wissens für Biodiversitätsschutz.

Why it matters: Die Anerkennung und Integration indigener Wissenssysteme kann zu effektiveren und gerechteren Lösungen für Umweltprobleme führen, indem sie lokale Kontexte und traditionelle Praktiken berücksichtigt.

Do this next: Informieren Sie sich über lokale indigene oder traditionelle Wissensgemeinschaften in Ihrer Region und deren Ansätze zum Umweltschutz.

Recommended for: Für alle, die ein tieferes Verständnis dafür entwickeln möchten, wie traditionelles Wissen unsere modernen Ansätze zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit bereichern kann.

Dieses Glossar behandelt indigene und lokale Wissenssysteme als bedeutende Komponente anthropogener Vermögenswerte in der Koproduktion von Vorteilen zwischen Natur und Menschen. Der Eintrag basiert auf dem IPBES-Glossar und würdigt die zentrale Rolle, die indigenes Wissen neben technischen und wissenschaftlichen Kenntnissen spielt. Indigene und lokale Wissenssysteme werden als spezialisierte Wissensformen verstanden, die durch die Interaktion von Menschen und ihrer Umwelt entstanden sind und von indigenen Gemeinschaften über Generationen hinweg weitergegeben wurden. Diese Wissenssysteme sind kontextspezifisch und berücksichtigen die geografischen, kulturellen und sozialen Besonderheiten ihrer Herkunftsregionen. Das Glossar betont, dass indigenes Wissen nicht isoliert betrachtet werden sollte, sondern als integraler Bestandteil eines umfassenden Verständnisses von Mensch-Natur-Beziehungen. Die Koproduktion von Vorteilen zwischen Natur und Menschen wird als Prozess verstanden, bei dem verschiedene Wissenssysteme zusammenwirken. Technisches und wissenschaftliches Wissen bietet systematische Methoden und quantifizierbare Erkenntnisse, während indigenes Wissen praktische, nachhaltige und kulturell verankerte Lösungen bereitstellt. Diese Kombination ermöglicht ganzheitlichere Ansätze zur Bewältigung von Umweltherausforderungen. Der Eintrag verweist auf die IPBES-Plattform, die als zwischenstaatliche Science-Policy-Organisation die Bedeutung von indigenem und lokalem Wissen für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung von biologischer Vielfalt anerkennt. Das Glossar unterstreicht, dass anthropogene Vermögenswerte nicht nur materielle oder finanzielle Ressourcen umfassen, sondern auch immaterielles Wissen und kulturelle Praktiken. Indigene Wissenssysteme tragen zur Verbesserung der Lebensqualität bei, unterstützen die Wiederherstellung von Ökosystemen und bieten bewährte Methoden zur Anpassung an Klimaveränderungen. Die Anerkennung und Integration dieser Wissenssysteme in Entscheidungsprozesse wird als notwendig für nachhaltige Entwicklung und Naturschutz erachtet.