EU-Agrobiodiversität in Gefahr: ECVC fordert Ministerrat auf

TL;DR: Der EU-Ministerrat muss dringend handeln, um die Agrobiodiversität in Europa zu retten, da aktuelle Vorschläge den Saatgut-Tausch einschränken und Kleinbauern sowie die ökologische Landwirtschaft gefährden.
- EU-Vorschläge gefährden traditionellen Saatgut-Tausch.
- Ökoverbände kritisieren Nachhaltigkeitsprüfung.
- Gentechnikfreie Sorten sind in Gefahr.
- Dezentrale Züchtung braucht mehr Förderung.
- Agrobiodiversität sichert Resilienz bei Klimawandel.
Why it matters: Der Schutz der Agrobiodiversität ist entscheidend für unsere Ernährungssicherheit und die Anpassungsfähigkeit der Landwirtschaft an den Klimawandel. Einschränkungen im Saatgut-Tausch bedrohen die Existenz von Kleinbauern und könnten die Vielfalt unserer Lebensmittel reduzieren.
Do this next: Informieren Sie sich über die aktuellen EU-Gesetzesvorschläge zum Saatgutrecht und kontaktieren Sie Ihre lokalen Abgeordneten, um Ihre Bedenken zu äußern.
Recommended for: Jeder, der sich für Saatgutpolitik, Agrobiodiversität und die Zukunft der europäischen Landwirtschaft interessiert.
Die europäische Organisation der Kleinbauern ECVC fordert im Ministerrat dringende Maßnahmen zur Rettung der Agrobiodiversität. Kritik richtet sich an EU-Vorschläge zum Saatgutrecht, die Tausch unter Landwirten einschränken, auch gegen finanzielle Kompensation. Erleichterungen für gemeinnützige Organisationen reichen nicht, da viele ehrenamtlich arbeiten und nicht verkaufen. Umweltorganisationen und Saatgutprojekte müssten sich wie Unternehmen registrieren. Ökoverbände kritisieren die Nachhaltigkeitsprüfung (VSCU), die einzelne Gene statt Anbausysteme bewertet und umstrittene Herbizidresistenzen begünstigen könnte. Sie fordern Prüfungen unter ökologischen Bedingungen. Der Saatgutverband Euroseeds blockiert Ausnahmen, ohne konkrete Probleme zu nennen; nationale Ausnahmen funktionieren problemlos. Die EU-Wirkungsanalyse berichtet nur von Befürchtungen. ECVC verlangt Freigabe des Saatgut-Tauschs von Vermarktungsvorschriften. Die Pressemitteilung vom 25.11.2025 unterstreicht den Angriff auf Ökolandbau und Vielfalt. Agrobiodiversität ist essenziell für Resilienz gegen Klimawandel und für nachhaltige Ernährung. Einschränkungen bedrohen kleinbäuerliche Strukturen und gentechnikfreie Sorten. Ökoverbände sehen in den Vorschlägen eine Bevorzugung industrieller Saatgutkonzerne. Der Aufruf zielt auf politischen Druck für Ausnahmen, die Vielfaltsrettung ermöglichen. Langfristig muss Politik Rahmenbedingungen schaffen, die dezentrale Züchtung und Tausch fördern, um Abhängigkeit von Monopolen zu verringern.