Case Study

Zürichs Kraftwerk 1: Hardturm wird grüne Oase & Wohnhof

Zürichs Kraftwerk 1: Hardturm wird grüne Oase & Wohnhof

TL;DR: Die Umwandlung von urbanen Brachflächen in Zürich zeigt, wie ungenutzte Areale zu lebendigen, nachhaltigen Lebensräumen für Menschen, Flora und Fauna werden können.

  • Ungenutzte urbane Flächen in Grüne Oasen umwandeln.
  • Wiederverwendung von Materialien als kreative Bausteine.
  • Schaffung vielfältiger Lebensräume für Menschen und Natur.
  • Gemeinschaftliche Pflege fördert soziale Nachhaltigkeit.
  • Anpassungsfähige Gestaltung für zukünftige Entwicklungen.
  • Regenwassermanagement zur Kühlung und Bewässerung integrieren.

Why it matters: Dieses Projekt demonstriert, wie Städte mit innovativen Lösungen ihren ökologischen Fussabdruck reduzieren und die Lebensqualität ihrer Bewohner steigern können. Es bietet konkrete Ansätze für die Umgestaltung von Dach- und Hofbereichen.

Do this next: Prüfen Sie ungenutzte Flächen in Ihrer Umgebung auf Potenzial zur Begrünung und Aktivierung.

Recommended for: Urbane Entwickler, Genossenschaften und Stadtplaner, die nach praktischen Lösungen für die Begrünung und Belebung städtischer Räume suchen.

Das Kraftwerk 1 Projekt in der Siedlung Hardturm in Zürich zeigt innovative Lösungen für die Umwandlung von ungenutzten Flächen in grüne, nachhaltige Lebensräume. Das Projekt bestand aus zwei Teilprojekten: der Aufwertung der Dachbrache zur Dachoase und der Umdeutung des Erschliessungshofs zum Wohnhof. Die karge Dachterrasse wurde in eine grüne Oase verwandelt, während die abweisende Erschliessungszone auf dem Boden zu einem grünen Wohnhof mit vielfältigen Aufenthaltsmöglichkeiten umgestaltet wurde. Durch Umnutzung und Ergänzung des Vorgefundenen ist neuer Lebensraum für Mensch, Flora und Fauna entstanden, der zeitgemäss, klima-, gesellschafts- und umweltwirksam ist. Die Lösung auf dem Dach basiert auf dem Prinzip des Re-Use im genossenschaftlichen Geist: Die Beton-Bodenplatten, die früher Dach und Eingangshof versiegelten, wurden zu Trockenmauern gestapelt. Diese umfassen erhöhte Pflanzflächen mit ausreichend Wurzelraum für Zier- und Obstgehölze, die Schatten spenden, eine reiche Ernte versprechen und den Dachlebensraum sozial wie ökologisch aufwerten. Lücken in den Plattenmauern dienen dem Wasserabfluss und bieten pflanzlichen und tierischen Mauerritzenbewohnern Lebensraum. Holzbalken sind als Sitzflächen in die Mauern integriert. Auf dem Boden fügen sich gemeinschaftliche Pflanzflächen, kiesige Ruderalflächen, eine Pergola, Wege und Sitzplätze aus den alten Platten zu einer verschlungenen Welt auf kleinem Raum zusammen. Die Pflanzflächen dienen auch der Regenwasserretention und damit nicht nur der Wasserversorgung der Pflanzen, sondern auch der Kühlung durch Verdunstung. Aus dem Bestand heraus ist ein offener Rahmen für Wachstum und Leben entstanden – eine flexible Grundstruktur, die robust genug ist, um Wandel zu verkraften. Die Weiterentwicklung und Pflege liegen nun bei der Genossenschaft und werden von einem erfahrenen Permakulturgärtner moderiert, dem Brachenwart der stadtbekannten Hardturmbrache.