Case Study

AGRECOfarm: Biodiversität durch Agroökologie in Westafrika

AGRECOfarm: Biodiversität durch Agroökologie in Westafrika

TL;DR: Das AGRECOfarm-Projekt stärkt die Biodiversität und Ernährungssicherheit in Westafrika durch agroökologische Methoden, die lokale Ökosysteme integrieren und an das Klima angepasste Anbaustrategien fördern.

  • Agroökologie stärkt Biodiversität und lokale Ökosysteme.
  • Diversifizierte Fruchtfolgen mindern Erosion und erhalten Bodenfruchtbarkeit.
  • Minimalbearbeitung und Kompostierung sparen Ressourcen.
  • Praxisnahe Weiterbildung fördert wissensbasierten Anbau.
  • Gesteigerte Erträge und Bodengesundheit sind nachweisbar.
  • Indigenes Wissen und moderne Wissenschaft werden integriert.

Why it matters: Dieses Projekt zeigt, wie Ernährungssicherheit und der Schutz der Umwelt Hand in Hand gehen können. Es bietet einen praxisnahen Ansatz, der die Resilienz von Agrarsystemen in Zeiten des Klimawandels deutlich erhöht und lokale Gemeinschaften stärkt.

Do this next: Beginnen Sie mit einer lokalen Ökosystem-Kartierung, um potenzielle Synergien zwischen Anbau und Natur zu identifizieren.

Recommended for: Landwirte, Agrarwissenschaftler und Entscheidungsträger, die nachhaltige und resiliente Agrarsysteme in tropischen Regionen entwickeln möchten.

Das EU-Projekt AGRECOfarm verbindet Agroökologie mit lokalen Ökosystemen in Westafrika, insbesondere Wäldern und Sumpflandschaften, um Biodiversität zu stärken. Es vermeidet Monokulturen durch diversifizierte Fruchtfolgen mit einheimischen Sorten, die Bodenfruchtbarkeit erhalten und Erosionsrisiken mindern. Ressourcenschonung erfolgt via Minimalbearbeitung, Kompostierung lokaler Abfälle und Regenwassernutzung. Praxisnahe Weiterbildung in Agreco Labs umfasst Workshops zu Biodiversitätsförderung, z. B. Anbau von Leguminosen für Stickstofffixierung und Integration von Agroforstwirtschaft mit Fruchtbäumen. Austauschprogramme zwischen Bauern, Universitäten und Experten fördern Wissensaustausch, inklusive Feldversuchen zu Zwischenfrüchten, die Insekten und Vögel anziehen. Partnerschaftliche Implementierung testet Methoden wie Mulchdecken aus Pflanzenresten, die Feuchtigkeit speichern und Unkraut unterdrücken. Ergebnisse zeigen gesteigerte Erträge um 20–40 %, verbesserte Bodengesundheit (Humusaufbau um 0,5 %) und höhere Biodiversität (z. B. mehr Vogelarten). Transdisziplinäres Bildungsmodell integriert indigene Kenntnisse mit moderner Wissenschaft, z. B. Vermeidung schädlicher Pestizide durch biologische Kontrolle. Konkrete Schritte: 1. Ökosystem-Mapping vor Ort; 2. Auswahl anpassungsfähiger Sorten; 3. Aufbau von Demonstrationsflächen; 4. Monitoring mit Biodiversitätsindizes. Das Projekt adressiert Klimawandel durch CO2-Speicherung und Resilienzsteigerung, mit Skalierungsplänen für Tausende Hektar. Es liefert Handbücher, Videos und Fallstudien, die afrikanischen Landwirten konkrete, replizierbare Strategien bieten, um Ökosysteme zu regenerieren und Ernährungssicherheit zu gewährleisten.