LfL Jahresbericht 2023: Mulchsaat & Moorland-Management in Bayern

TL;DR: Der Jahresbericht 2023 der LfL zeigt, dass mechanische Unkrautregulierung in Mulchsaaten effektiv ist und Moormanagement den Bodenschutz fördert.
- Mechanische Unkrautkontrolle übertrifft in 70% der Fälle chemische Methoden.
- Ertragsverluste bei Wintergetreide liegen unter fünf Prozent.
- Moorflächenbewirtschaftung setzt auf bodenschonende Ernteverfahren.
- Ganzjährige Wurzelbedeckung durch Untersaaten ist entscheidend.
- Regenwurmpopulation steigt, Nährstoffauswaschung sinkt messbar.
- Checklisten und Wirtschaftlichkeitsrechnungen zeigen Einsparpotenziale auf.
Why it matters: Diese Methoden bieten regenerative Landwirten und Kleinbetrieben praxistaugliche Lösungen, um Bodengesundheit zu verbessern und Resilienz gegenüber Klimawandels zu stärken, während gleichzeitig Kosten gesenkt werden können.
Do this next: Beginnen Sie mit der sorgfältigen Planung von Untersaaten, um eine ganzjährige Bodenbedeckung zu gewährleisten.
Recommended for: Landwirte und Kleinbetriebe, die auf regenerative Methoden umstellen oder diese optimieren möchten und an langfristiger Bodengesundheit interessiert sind.
Der Jahresbericht 2023 der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) präsentiert detaillierte Feldversuche zum Projekt MUMM (mechanische Unkrautregulierung in Mulchsaaten) mit 144 Parzellen. Getestet wurden spezifische Geräte wie Hackstrangpflüge und Radeggen bei über 30 Prozent Bodenbedeckung durch Zwischenfrüchte. Ergebnisse zeigen, dass mechanische Methoden chemische Bekämpfung in 70 Prozent der Fälle übertreffen, mit Ertragsverlusten unter 5 Prozent bei Wintergetreide. Vergleichsdaten: Chemische Herbizide erzielen 95 Prozent Unkrautkontrolle, mechanisch 88 Prozent bei Direktsaat, aber mit signifikant höherer Bodenbiomasse. Ergänzt wird dies durch Praxisbegleitung in 14 Moorflächen-Betrieben: Hier kommen Ernteverfahren für nasse Böden zum Einsatz, wie Mäher mit Gummiwalzen und gezielte Trocknung, die den Boden schützen und Humusaufbau fördern. Praktische Tipps umfassen Saatstärken von 20-30 kg/ha für Untersaaten mit Senfo und Klee, um lebende Wurzeln ganzjährig zu gewährleisten. Messbare Erfolge: Steigerung der Regenwurmpopulation um 25 Prozent und Reduktion von Nährstoffauswaschung um 15 Prozent. Für regenerative Landwirte bietet der Bericht Checklisten für Geräteeinstellungen, z. B. Abstimmung von Fangschwellen bei 15 cm Pflanzenhöhe, und Wirtschaftlichkeitsrechnungen, die Kosteneinsparungen von 20 Euro/ha durch weniger Dünger belegen. Im Kontext von Permakultur und Selbstversorgung eignen sich die Methoden für kleine Betriebe, da sie minimale Maschineninvestitionen erfordern und Resilienz gegen Extremwetter steigern. Der Bericht schließt mit Empfehlungen für Fruchtfolgen, die Biodiversität fördern, und langfristigen Monitoring-Strategien für Bodenindikatoren wie organischen Kohlenstoff.
Source: lfl.bayern.de
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