Lehm & Holz: Nachhaltiges Bauen in Rügheim neu gedacht
By BR24
TL;DR: Ein innovatives Bauprojekt in Rügheim kombiniert traditionelle Lehm- und Holzbauweisen mit moderner Nachhaltigkeit, um ein CO₂-bindendes Haus zu schaffen.
- Lokale Materialien für geringen ökologischen Fußabdruck nutzen.
- Lehm und Hackschnitzel für gesundes Raumklima mischen.
- Moderne Technik für traditionelle Baustoffe einsetzen.
- Regeneratives Bauen bindet Kohlenstoff und reduziert Abfall.
- Planung und Teamarbeit sind entscheidend für den Erfolg.
Why it matters: Die Verwendung von Lehm und Holz im Bauwesen bietet eine nachhaltige Alternative zu konventionellen Materialien, indem sie CO₂ bindet und ein gesundes Raumklima fördert. Dies trägt zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks von Gebäuden bei.
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Recommended for: Architekten, Bauherren und Handwerker, die sich für regenerative und ökologische Bauweisen interessieren und konkrete Umsetzungsdetails suchen.
In Rügheim entsteht auf dem Gelände einer alten Ziegelei ein innovatives Haus aus gestampftem Lehm und Hackschnitzeln, das traditionelle Techniken mit moderner Nachhaltigkeit verbindet. Die Wände werden aus lokalem Lehm gestampft, vermischt mit Holz-Hackschnitzeln für Stabilität und Dämmung, was ein gesundes Raumklima schafft. Bauprozess: Erdarbeiten mit hydraulischem Stampfer, Schichten à 20-30 cm Höhe auftragen, jede Schicht verdichten bis Festigkeit von 2-5 MPa erreicht. Lehm-Mischung: 70% Lehm, 20% Sand, 10% Hackschnitzel (Länge 2-5 cm), Wasser bis plastische Konsistenz. Formwerk: Beidseitig verschalt, mit Ankern gesichert. Vorteile: Hohe Wärmedämmung (U-Wert <0,2 W/m²K), Feuchtigkeitsregulierung, Schallschutz. Integration von Holzrahmen für Öffnungen, Dach mit Reet oder Holzschindeln. Energie: Passive Solarfenster, Erdwärme-Nutzung. Das Projekt demonstriert Regeneratives Bauen: Lehm bindet CO₂ während Wachstum, Hackschnitzel aus Resten reduzieren Abfall. Praktische Details aus der Doku: Stampfmaschine mit 500 kg Schlagkraft, Trocknungszeit 2-4 Wochen pro Wand, Abdichtung mit Kalkschlämmung. Herausforderungen: Witterungsschutz durch Folien, Qualitätskontrolle per Kerbtiefenprobe. Ergebnis: Langlebiges Haus mit niedrigen Betriebskosten, ideal für regenerative Wohnen. Autorin Carlotta Sauer beleuchtet den Prozess von Planung bis Fertigstellung, inklusive Teamkoordination (Architekt, Lehmexperte, Handwerker). Ähnliche Projekte in Franken nutzen Stampflehm für Mehrfamilienhäuser. Lernwert für Praktiker: Genaue Rezepte, Maschinenempfehlungen, Normen (DIN 18900), Kostenrechnung (ca. 1500€/m²). Dieses Video bietet visuelle Anleitungen für selbstbaubare Elemente, fördert Wissenstransfer für natürliche, regenerative Baupraktiken in Deutschland.