Podcast

Raphael Fellmer: 4 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung (Folge 143)

By Simone Britsch
Raphael Fellmer: 4 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung (Folge 143)

TL;DR: Jeder kann im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung aktiv werden, indem er bewusster einkauft und Lebensmittel richtig lagert, um sowohl die Umwelt zu schonen als auch Geld zu sparen.

  • Lebensmittelverschwendung ist ein globales Problem mit großen Auswirkungen.
  • Ein Drittel der produzierten Lebensmittel landet nicht auf dem Teller.
  • Bewusste Einkaufsplanung reduziert Impulskäufe und Überfluss.
  • Richtige Lagerung verlängert die Haltbarkeit vieler Produkte.
  • Jeder Haushalt kann einen Beitrag leisten und Geld sparen.

Why it matters: Lebensmittelverschwendung trägt maßgeblich zu Treibhausgasemissionen bei und verschärft das globale Hungerproblem. Durch kleine Änderungen im Alltag können wir diesen Kreislauf durchbrechen.

Do this next: Erstelle vor deinem nächsten Einkauf eine genaue Liste basierend auf deinem aktuellen Vorrat und vermeide Impulskäufe.

Recommended for: Für jeden, der aktiv seinen Beitrag zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung leisten und nachhaltiger leben möchte.

Zusammenfassung: Lebensmittel retten – 4 Tipps von Raphael Fellmer

In der 143. Folge des Ökodorf-Podcasts Sieben Linden teilt Raphael Fellmer, bekannt für seinen Einsatz gegen Lebensmittelverschwendung, vier praktische Tipps, wie jeder Einzelne dazu beitragen kann, die Menge an weggeworfenen Lebensmitteln zu reduzieren. Diese Ratschläge sind nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern können auch zu einer erheblichen Einsparung im Haushalt führen.

Der erste und grundlegendste Tipp von Fellmer ist die bewusste Einkaufsplanung. Er betont, wie wichtig es ist, vor dem Gang in den Supermarkt oder auf den Markt eine genaue Liste der benötigten Artikel zu erstellen. Dies hilft nicht nur, Impulskäufe zu vermeiden, sondern stellt auch sicher, dass nur das gekauft wird, was tatsächlich verbraucht wird. Ein weiterer Aspekt der Einkaufsplanung ist die Überprüfung des Kühlschranks und der Vorratskammer vor dem Einkauf. Oftmals sind noch genügend Lebensmittel vorhanden, die übersehen werden oder deren Haltbarkeitsdatum bald abläuft. Durch diese Bestandsaufnahme kann man gezielt die Produkte ergänzen, die wirklich fehlen, und so eine Überfüllung des Haushalts mit Lebensmitteln vermeiden, die dann möglicherweise verderben. Fellmer rät auch dazu, sich nicht von Sonderangeboten verleiten zu lassen, wenn die gekauften Mengen nicht realistisch verbraucht werden können.

Als zweiten wichtigen Punkt nennt Fellmer die richtige Lagerung von Lebensmitteln. Viele Lebensmittel verderben vorzeitig, weil sie nicht optimal aufbewahrt werden. Er erklärt, dass verschiedene Lebensmittel unterschiedliche Lagerbedingungen benötigen. Zum Beispiel sollten Obst und Gemüse nicht immer zusammen gelagert werden, da einige Obstsorten Ethylen abgeben, das den Reifeprozess von Gemüse beschleunigt. Eine korrekte Lagerung im Kühlschrank, in kühlen Kellern oder an dunklen Orten kann die Haltbarkeit von Produkten erheblich verlängern. Er empfiehlt auch, Lebensmittel in geeigneten Behältern aufzubewahren, um sie vor Austrocknung oder Feuchtigkeit zu schützen. Das Wissen um die spezifischen Bedürfnisse jedes Lebensmittels ist hier entscheidend, um deren Frische zu bewahren und somit die Notwendigkeit des Wegwerfens zu minimieren.

Der dritte Tipp befasst sich mit der kreativen Resteverwertung. Fellmer ermutigt dazu, Reste nicht einfach wegzuwerfen, sondern sie in neue Gerichte zu integrieren. Aus übrig gebliebenem Gemüse lassen sich beispielsweise Suppen, Eintöpfe oder Aufläufe zaubern. Brot, das nicht mehr ganz frisch ist, kann zu Croutons verarbeitet oder für Arme Ritter verwendet werden. Auch gekochte Nudeln oder Reis lassen sich am nächsten Tag noch gut in Salaten oder Pfannengerichten verwerten. Es geht darum, eine Mentalität zu entwickeln, in der Lebensmittel als wertvolle Ressource betrachtet werden, die bis zum letzten Krümel genutzt werden sollte. Dies erfordert oft ein Umdenken und etwas Kreativität in der Küche, führt aber zu einer deutlichen Reduzierung der Lebensmittelabfälle.

Schließlich betont Fellmer als vierten Punkt die Bedeutung des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) und des Verbrauchsdatums. Er klärt darüber auf, dass das MHD oft missverstanden wird. Es gibt lediglich an, bis wann ein Lebensmittel seine optimale Qualität behält, nicht aber, wann es ungenießbar wird. Viele Produkte sind auch nach Ablauf des MHD noch einwandfrei genießbar, solange sie richtig gelagert wurden und keine sichtbaren Anzeichen von Verderb (wie Schimmel, Geruchsveränderungen oder Geschmacks