Gründüngung: Deckpflanzen für gesunden Boden & mehr Ertrag
By NABU - Naturschutzbund Deutschland
TL;DR: Gründüngung und Zwischenkulturen verbessern Bodengesundheit, steigern Erträge und fördern die Biodiversität durch den Einsatz von Deckpflanzen.
- Deckpflanzen schützen den Boden vor Erosion und Nährstoffverlust.
- Sie erhöhen den Humusgehalt und lockern verdichteten Boden.
- Leguminosen fixieren Stickstoff und reduzieren Kunstdüngerbedarf.
- Gezielte Auswahl verbessert Bodeneigenschaften und Schädlingskontrolle.
- Gründüngung ist essenziell für nachhaltige und regenerative Landwirtschaft.
Why it matters: Die praktische Anwendung von Gründüngung und Zwischenkulturen ist entscheidend für die Schaffung resilienter Agrarsysteme, die Klimaschutz und Artenvielfalt aktiv unterstützen und die Bodenfruchtbarkeit langfristig sichern.
Do this next: Beginnen Sie im Herbst mit der Aussaat von Gründüngung wie Senf oder Winterroggen auf brachliegenden Flächen, um den Boden über den Winter zu schützen und zu verbessern.
Recommended for: Landwirte, Gärtner und Permakultur-Interessierte, die Bodengesundheit und Erträge nachhaltig verbessern möchten.
Gründüngung und Zwischenkulturen mit Deckpflanzen sind Schlüssel zur nachhaltigen Landwirtschaft, wie der NABU detailliert beschreibt. Diese Methoden schützen den Boden vor Erosion, verbessern die Fruchtbarkeit und fördern Biodiversität. Deckpflanzen wie Winterweizen, Roggen oder Vetch werden zwischen Hauptfrüchten gesät, um Leerräume zu bedecken und Nährstoffe zu binden. Vorteile: Stickstofffixierung durch Leguminosen (Klee, Lupinen) reduziert Kunstdünger um bis zu 100 kg/ha; Wurzeln lockern verdichteten Boden; organische Masse steigert Humusgehalt. Praktische Anleitungen: Im Herbst Senf säen gegen Nematoden, im Frühjahr Phacelia für Bestäuber. Auswahlkriterien: Schnelles Wachstum, Frostresistenz, Kompatibilität mit Folgekulturen. In der ökologischen Landwirtschaft ist Gründüngung Pflicht, um Nährstoffauswaschung zu stoppen – bis zu 30% Stickstoffverlust ohne Cover Crops. Fallbeispiele: Auf Ackerflächen mit Rotationsplan (Getreide - Gründüngung - Mais) stieg Ertrag um 15%, Bodenerosion sank um 80%. Zwischenkulturen wie Radieschen vor Kartoffeln maximieren Flächennutzung. NABU empfiehlt Mischungen: Hafer + Serradella für Sandböden, Ölrettig + Klee für Ton. Saisonale Pläne: Sommer-Gründüngung (Buchweizen) für Phosphatmobilisation, Winter-Deckfrüchte (Ryegrass) gegen Unkrautdruck. Umweltvorteile: Weniger Pestizide durch Unterdrückung von Unkräutern, höhere Insektenvielfalt. Herausforderungen: Mulchmähen vor Hauptfrucht, um Allelochemikalien zu vermeiden. Messbare Erfolge: In NABU-Projekten verbesserte sich Boden-pH um 0,5 Einheiten, Wasserspeicherung um 20%. Für Kleingärten: Balkonbeete mit Kresse als Cover. Der Leitfaden integriert Fruchtfolge: Nach Starkzehrern Gründüngung, vor Schwachzehrern. Langfristig entsteht regenerativer Boden mit Mikroorganismen-Boost. NABU betont Klimaschutz: CO2-Speicherung durch Humusaufbau. Praktiker-Tipps: Saatgutmischungen kaufen, Erntezeiten timen. Diese Ansätze machen Landwirtschaft resilient gegen Trockenheit und machen Biolandbau wirtschaftlich. (Wortzahl: 428)