Case Study

Hochschule Nordhausen: Tiny Forest als Klimawald-Modell

Hochschule Nordhausen: Tiny Forest als Klimawald-Modell

TL;DR: Ein Tiny Forest auf dem Campus der Hochschule Nordhausen zeigt, wie hochverdichtete Wälder die urbane Biodiversität fördern und gleichzeitig wartungsarm und klimaresilient sind.

  • Tiny Forests wachsen schnell und benötigen wenig Pflege.
  • Sie fördern Biodiversität und binden CO2 effizient.
  • Regenwassernutzung und Solarpaneele können integriert werden.
  • Messbare Ergebnisse zeigen positive Umweltauswirkungen.
  • Ideal für Schulen, Unternehmen und Kommunen als Modellprojekt.

Why it matters: Dieses Projekt demonstriert einen praktischen Weg, urbane Grünflächen ökologisch aufzuwerten und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Es zeigt, wie durchdachte Landschaftsgestaltung resiliente Ökosysteme schafft, die sich positiv auf das Mikroklima auswirken und die Lebensqualität verbessern.

Do this next: Beginnen Sie mit einer Bodenanalyse in Ihrem potenziellen Tiny Forest Bereich, um geeignete Pflanzenarten zu identifizieren.

Recommended for: Für Stadtplaner, Bildungseinrichtungen und Unternehmen, die innovative und nachhaltige Lösungen für urbane Grünflächen suchen.

Die Hochschule Nordhausen hat im Rahmen des Verbundprojekts „KLIMA-N“ einen innovativen Tiny Forest auf ihrem Campus umgesetzt. Dieser Tiny Forest ist ein hochverdichteter, kleiner Wald, der auf nur 200 bis 600 Quadratmetern angelegt wird und innerhalb von zehn Jahren zu einem ausgewachsenen Wald heranwächst. Das Konzept basiert auf bewährten Methoden der Internationalen Tiny Forest Akademie und zielt auf wartungsarme, klimaresiliente Ökosysteme ab, die urbane Biodiversität mit erneuerbaren Energien verknüpfen. Konkret wurden 600 einheimische Bäume und Sträucher in Dreiergruppen gepflanzt, um eine natürliche Sukzession zu ermöglichen. Die Pflanzung erfolgte im November 2025 mit Beteiligung von Studierenden, Lehrenden und lokalen Partnern. Technische Mikroprojekte wie Solarpaneele und Regenwassernutzung integrieren erneuerbare Energien direkt ins Ökosystem. Erste Messungen zeigen eine Steigerung der Biodiversität: Innerhalb weniger Monate siedelten sich Insekten, Vögel und Kleinsäuger an, was die Resilienz gegen Hitzewellen und Trockenperioden demonstriert. Die Wartung ist minimal: Nur jährliches Entfernen invasiver Arten und Mulchen ist erforderlich. Best-Practice-Methoden umfassen Bodenanalyse vorab, Auswahl resistenter Arten und Integration in städtische Grünflächen. Das Projekt liefert messbare Ergebnisse: Eine Erhöhung der Artenvielfalt um 40 % im Vergleich zu benachbarten Rasenflächen und eine CO2-Bindung von geschätzt 10 Tonnen pro Jahr. Für die Praxis eignen sich Tiny Forests ideal für Schulen, Unternehmen und Kommunen, da sie Bildung, Forschung und Klimaschutz kombinieren. Im Kontext regenerativen Lebens fördert es resiliente Systeme durch natürliche Prozesse ohne intensive Pflege. Weitere Skalierungen sind geplant, inklusive Monitoring mit Sensoren für Bodenfeuchte und Biodiversitätsindizes. Dieses Modell ist hochpraxisnah und replizierbar, mit detaillierten Anleitungen zur Etablierung auf Campusflächen.