Dock II: Urban Farming & Bienen in Bremens Überseestadt
By Michael Scheer und TeamPermaNews Brief
Key Takeaways
Die Gemüsewerft Dock II in Bremen zeigt, wie Urban Farming soziale Integration, nachhaltigen Anbau und lokale Versorgung in einer Industriestadt vereint.
- Urban Farming nutzt brachliegende Flächen für Gemüsebau.
- Soziale Projekte fördern Inklusion und lokale Wirtschaft.
- Regionale Produkte stärken Gastronomiebeziehungen.
- Nachhaltige Methoden integrieren Ökologie und Soziales.
- Palette-Hochbeete ermöglichen flexible Flächennutzung.
Why It Matters
Dieses Projekt demonstriert, dass urbane Landwirtschaft weit mehr als nur Lebensmittelproduktion sein kann; sie schafft soziale Werte, belebt Stadtgebiete und fördert die lokale Wirtschaft und Gemeinschaft.
What to Do Next
Prüfen Sie brachliegende Flächen in Ihrer Stadt auf deren Potential für ähnliche Urban-Farming-Projekte.
Recommended for: Ideal für Stadtplaner, Sozialarbeiter und Gemeinschaftsgärtner, die nach innovativen Wegen suchen, städtische Räume zu revitalisieren und soziale Inklusion zu fördern.
Die Gemüsewerft Dock II ist ein sozial-integratives Urban Farming Projekt in der Bremer Überseestadt, das auf einer 2.600 Quadratmeter großen Fläche Bio-Gemüse inmitten eines Industriegebiets anbaut. Initiiert von Michael Scheer und der Gesellschaft für integrative Beschäftigung mbH (GIB), verfolgt das Projekt das Ziel, stadtwirtschaftliche Erzeugnisse direkt am Verbrauchsort herzustellen und so einen Beitrag zur innerstädtischen Selbstversorgung zu leisten. Seit Juni 2016 bewirtschaftet das Team das Gelände, das zuvor verwildert war, und hat bereits 125 Paletten-Beete mit vielfältigen Gemüsesorten wie Kartoffeln, Spinat, Mangold, Zucchini, Kürbissen, Bohnen, Grünkohl, Lauchzwiebeln, Rote Beete und Basilikum angelegt. Die Produkte werden nach ökologischen und biologischen Prinzipien angebaut und in der lokalen Gastronomie, darunter das café brand und das Canova in der Kunsthalle Bremen, verwendet. Das Projekt legt besonderen Wert auf nachhaltige Produktion und Integration von Menschen mit psychischen, seelischen oder geistigen Behinderungen, wobei die Arbeit nicht als reine Behindertenbeschäftigung, sondern als professionelles Geschäft betrieben wird. Die Fläche wird im Rahmen einer Zwischennutzung von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH bereitgestellt. Die Gemüsewerft Dock II steht exemplarisch für eine innovative Form der urbanen Landwirtschaft, die Produktion, soziale Integration und Nachhaltigkeit in einem stark wachsenden Stadtteil verbindet.
Source: ueberseestadt-bremen.de
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