Case Study

Bergbauern: Biodiversität & regeneratives Grünland in Bayern

Bergbauern: Biodiversität & regeneratives Grünland in Bayern

TL;DR: Bergbauernbetriebe können durch regenerative Landwirtschaft Biodiversität fördern, Bodenqualität verbessern und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich sein.

  • Regenerative Beweidung verbessert Boden und Biodiversität.
  • Insektenschonende Mahd vitalisiert Grünlandökosysteme.
  • Blühstreifen und Brachen erhöhen Artenvielfalt stark.
  • Muttergebundene Kälberaufzucht fördert Tierwohl.
  • Förderprogramme unterstützen Umstellung finanziell.

Why it matters: Diese Studie zeigt konkrete Wege auf, wie Bergbauern sowohl ökologisch nachhaltig als auch ökonomisch tragfähig wirtschaften können, indem sie die Biodiversität fördern und die Bodenfruchtbarkeit verbessern.

Do this next: Prüfen Sie gezielt die Umsetzbarkeit von Blüh- und Brachestreifen auf Ihren Flächen und beantragen Sie entsprechende Förderungen.

Recommended for: Bergbauern und Landwirte, die ihre Betriebe biodiverser, resilienter und wirtschaftlich nachhaltiger gestalten möchten.

Diese Vorstudie beleuchtet praxisnahe Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität und regenerativen Grünlandbewirtschaftung auf Bergbauernbetrieben in Bayern. Sie beschreibt detailliert Ansätze wie die regenerative Beweidung nach dem Konzept des Holistic Management von Allan Savory, das auf dem Kugelsüdhanghof umgesetzt wird. Hierbei steht der Fokus auf Bodenleben, Humusaufbau und natürlicher Ressourcennutzung, um Tierwohl, Umweltschutz, Naturschutz und wirtschaftliche Landwirtschaft zu vereinbaren. Konkrete Methoden umfassen zeitlich versetzte Nutzung im Intensivgrünland, insektenschonende Mähtechnik, Anlage von Blüh- und Brachestreifen, Etablierung des abgestuften Wiesenbaus, humusbildende Maßnahmen sowie Alternativen zur Güllewirtschaft und muttergebundene Kälberaufzucht. Der Betrieb priorisiert Achtsamkeit gegenüber der Natur und hohe Biodiversität. Weitere Synergien werden erläutert, wie die Schaffung von Lebensraumvielfalt durch Nutzungsverzicht auf trittempfindlichen Feuchtflächen, Programme für Bodenbrüter und Integration von Weidetieren zur Bodenbelüftung und Nährstoffrückführung. Die Studie analysiert finanzielle Rechnungen dieser Maßnahmen in der Region, betont messbare Vorteile wie verbesserte Bodenstruktur, erhöhte Artenvielfalt und Resilienz gegenüber Klimaveränderungen. Praktische Umsetzungstipps für Bergbauern umfassen die Kombination mit Zwischenfrüchten, reduzierter Bodenbearbeitung und Agroforstsystemen, um Ökosystemdienstleistungen wie Wasserrückhalt und Kohlenstoffspeicherung zu maximieren. Feldexperimente zeigen, dass solche regenerativen Praktiken die Biodiversität signifikant steigern und langfristig wirtschaftlich rentabel sind, insbesondere durch Förderprogramme und Marktvorteile für nachhaltige Produkte. Die Vorstudie dient als Handbuch für die Praxis, gestützt auf Forschungsinstitute für biologischen Landbau, und bietet konkrete Schritte zur Integration in bestehende Betriebe.