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Deutschlands Wassernot: 60 Mrd. m³ Verlust seit 2000

By NABU und Boston Consulting Group
Deutschlands Wassernot: 60 Mrd. m³ Verlust seit 2000

TL;DR: Deutschland verlor seit den frühen 2000er Jahren 60 Milliarden Kubikmeter Wasser, was die zukünftige Verfügbarkeit bedroht.

  • Wasserknappheit verschärft sich durch Klimawandel und intensive Landwirtschaft.
  • Grundwasserspiegel sinken, Stauseen erreichen kritische Niveaus.
  • ineffiziente Bewässerung verschwendet wertvolle Ressourcen.
  • Anbau trockenresistenter Pflanzen ist eine Lösung.
  • Besseres Wassermanagement ist dringend erforderlich.

Why it matters: Die Wasserknappheit betrifft nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die gesamte Bevölkerung und Ökosysteme, was nachhaltige Lösungen erfordert.

Do this next: Informieren Sie sich über wassersparende Bewässerungsmethoden für Ihren Garten oder Betrieb.

Recommended for: Leser, die sich für die Zukunft der Wasserversorgung in Deutschland und nachhaltige Lösungen interessieren.

Deutschland steht vor erheblichen Herausforderungen bei der Wasserversorgung. Eine Untersuchung von NABU und der Boston Consulting Group zeigt, dass Deutschland seit Anfang der 2000er Jahre rund 60 Milliarden Kubikmeter Wasser verloren hat. Dies ist ein alarmierendes Zeichen für die zukünftige Verfügbarkeit dieser lebenswichtigen Ressource. Experten warnen vor erheblichen Schäden im Agrarbereich, da die Landwirtschaft weltweit etwa 70 Prozent der Trinkwasservorräte verbraucht. In Deutschland selbst ist die bewässerte Fläche zwischen 2012 und 2022 um etwa die Hälfte gewachsen – von 0,37 auf 0,55 Millionen Hektar. Der Klimawandel verschärft diese Situation erheblich, da es immer häufiger zu langen Trockenperioden kommt. Besonders in den östlichen Landesteilen Deutschlands ist mit einer weiteren Zunahme der Trockenheit zu rechnen. Die Folgen sind bereits spürbar: Der immense Wasserverbrauch der Landwirtschaft hat zu einem Absinken des Grundwasserspiegels geführt und die Pegel zahlreicher Stauseen auf bedenklich niedrige Niveaus sinken lassen. Experten raten zu gezielten Maßnahmen gegen Versiegelung von Böden und zur Reduktion des erhöhten Wasserbedarfs in der Landwirtschaft. Lösungen liegen in effizienteren Bewässerungstechniken, wie Tropfbewässerung, die eine Effizienz von bis zu 90 Prozent erreicht, im Gegensatz zu Überflutungsbewässerung mit nur 20-40 Prozent Effizienz. Auch der Anbau trockentoleranterer Kulturen und die Nutzung von Abwasser oder Meerwasser könnten Teil der Lösung sein. Die Dürre 2003 verursachte in Deutschland bereits geschätzte 1,5 Milliarden Euro Schäden in der Landwirtschaft. Ohne entschiedenes Handeln könnten solche Ereignisse in Zukunft häufiger und intensiver auftreten.

Source: geo.de

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