Case Study

AKHWA-Projekt verlängert: Hessens Boden-Revolution geht weiter

AKHWA-Projekt verlängert: Hessens Boden-Revolution geht weiter

TL;DR: Ein Forschungsprojekt in Hessen, AKHWA, zeigt, wie regenerative Landwirtschaft den Boden verbessert und die Klimaresilienz steigert, mit messbaren Erfolgen bei Kohlenstoffbindung und Wasserspeicherfähigkeit.

  • Regenerative Methoden verbessern Bodengesundheit und Wasserhaltevermögen.
  • Kohlenstoffgehalt im Boden um bis zu 27% gesteigert.
  • Reduzierte Bodenbearbeitung und Mulch kühlen Böden.
  • Keine erhöhten Treibhausgasemissionen trotz Verbesserungen.
  • Praxisnahe Klimaanpassungsstrategien für Landwirte.
  • Projektverlängerung bestätigt Erfolge und Zusammenarbeit.

Why it matters: Dieses Projekt liefert konkrete Beweise und praktikable Strategien, wie Landwirtschaft sich an den Klimawandel anpassen kann. Die Ergebnisse haben direkte Auswirkungen auf die Bodengesundheit und die Stabilität landwirtschaftlicher Erträge.

Do this next: Informieren Sie sich über die spezifischen regenerativen Techniken wie reduzierte Bodenbearbeitung und Mulchen, die in der AKHWA-Studie angewendet wurden.

Recommended for: Landwirte, Gärtner und Klimaschützer, die sich für regenerative Landwirtschaft und deren messbare Vorteile interessieren.

Das Projekt AKHWA, das seit Sommer 2020 läuft, untersucht den regenerativen Ackerbau als Strategie zur Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel. Unter Leitung der Universität Kassel arbeiten mehrere Partner zusammen, darunter landwirtschaftliche Betriebe in Hessen, die Universität Gießen, die Hochschule Geisenheim und der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen. Gefördert wird es vom Land Hessen mit 2,5 Millionen Euro im Rahmen des Integrierten Klimaschutzplans 2025. Kernmerkmale der regenerativen Landwirtschaft sind reduzierte Bodenbearbeitung und dauerhafte Bodenbedeckung, die den Boden kühlen, Nährstoffauswaschung mindern und die Wasserspeicherkapazität steigern sollen. Erste Ergebnisse zeigen beeindruckende Erfolge: Durch reduzierte Bodenbearbeitung und Kompostgaben konnte der Kohlenstoffgehalt in den oberen 100 cm des Bodens um bis zu 27 Prozent erhöht werden. Mulchdecken kühlen den Boden und verbessern die Wasserspeicherung. Positive Effekte auf Bodenleben und -struktur erhöhen die Resilienz gegenüber Starkregen: Böden nehmen mehr Wasser auf, Erosion wird reduziert. Trotz gesteigerter Kohlenstoff- und Nährstoffgehalte gibt es bisher keine Erhöhung der Treibhausgasemissionen. Das Projekt wird verlängert, da die Zusammenarbeit fruchtbar ist und praxisnahe Anpassungsstrategien für den Klimawandel liefert. Im Kontext regenerativen Lebens fördert dies Autarkie durch verbesserte Bodenqualität und Resilienz, ähnlich permakulturellen Prinzipien wie dauerhafter Bedeckung und minimaler Störung. Praktische Umsetzung erfolgt auf realen Betrieben, mit Fokus auf Dauerhumusaufbau und Kohlenstoffspeicherung. Dieses Modell dient als Blaupause für resiliente Systeme in Obst-, Gemüse- und Ackerbau, integriert digitale Werkzeuge für Optimierung und unterstreicht den Übergang zu nachhaltiger, klimafester Landwirtschaft. Die Ergebnisse sind hochpraktisch, da sie messbare Verbesserungen in Bodenparametern und Resilienz quantifizieren, direkt anwendbar für Landwirte, die regenerative Methoden einführen möchten. Weitere Aspekte umfassen die Integration von Zwischenfrüchten und organischen Zusätzen, die Biodiversität und Fruchtbarkeit steigern, passend zu Konzepten der praktischen Autarkie durch lokale Ressourcennutzung und Kreisläufen.