Case Study

Bochum: Regenwasser intelligent nutzen – Schwammstadt-Projekt

Bochum: Regenwasser intelligent nutzen – Schwammstadt-Projekt

TL;DR: Ein Bochumer Schwammstadt-Projekt nutzt ein Mulden-Rigolen-System zur effizienten Regenwasserbewirtschaftung und urbanen Klimaanpassung.

  • Dezentrales Mulden-Rigolen-System speichert und filtert Regenwasser.
  • Verringert Kanalbelastung und Hochwasserrisiken in Städten.
  • Verbessert Mikroklima und wirkt Trockenperioden entgegen.
  • Natürliche Filterung sichert Wasserqualität für Versickerung.
  • Hohes Speichervolumen entlastet Mischwasserkanalisation dauerhaft.

Why it matters: Dieses Projekt zeigt, wie Städte durch intelligente Regenwasserbewirtschaftung widerstandsfähiger gegen Klimawandelfolgen wie Starkregen und Dürre werden können.

Do this next: Prüfen Sie dezentrale Regenwasserlösungen für Ihr eigenes Grundstück oder Ihre Gemeinde.

Recommended for: Stadtplaner, Ingenieure und Kommunen, die praktikable Lösungen für Wassermanagement im Klimawandel suchen.

Das Schwammstadt-Projekt in der Alleestraße in Bochum setzt auf ein innovatives Mulden-Rigolen-System zur dezentralen und kontrollierten Regenwasserbewirtschaftung. Statt des direkten Abflusses in die Kanalisation wird Regenwasser aus Straße und angrenzender Bebauung gesammelt, gespeichert und gedrosselt in den nahen Marbach eingeleitet. Ein zentrales Sammelbecken mit etwa 240 Kubikmetern Volumen ist mit unterirdischen Rigolen verbunden, die als Speicherkörper dienen. Die Planung erforderte die Abkopplung der Straßenentwässerung und Grundstücke vom Mischwasserkanal, um ein neues Regenwassersystem im Sinne des Schwammstadt-Konzepts zu installieren. Zusätzlich wird das Wasser gereinigt: Dachabflüsse leiten sauberes Regenwasser direkt in die Rigolen, wo es durch eine 30 bis 50 cm hohe Bodenzone filtert und versickert. Überlaufhütchen verhindern bei Starkregen Überflutungen, indem überschüssiges Wasser direkt in die Rigolen fließt. Insgesamt bietet das System 480 Kubikmeter Speichervolumen, mit einer maximalen Einleitung von 75 Litern pro Sekunde in den Marbach. Dieses field-tested Konzept stärkt die urbane Resilienz gegen Trockenperioden und Starkregen, indem es Wasser vor Ort speichert, versickern lässt und das Mikroklima verbessert. Praktische Umsetzung durch Essener Ingenieure demonstriert hohe Anforderungen an Planung und Bau, mit Fokus auf natürliche Filterung und kontrollierte Ableitung. Für regenerative Siedlungen und selbstversorgende Systeme liefert es konkrete Techniken: Rigolen mit grobem Schotter für Wasserspeicherung, Bodenschichten als Filter und dezentrale Speicherung zur Reduzierung von Kanalbelastung. Das Projekt dient als Modell für Klimaanpassung, da es Regenwasser nutzbar macht, Dürren mindert und Hochwasserrisiken verringert, mit messbaren Kapazitäten wie 480 m³ Speicher und 75 l/s Einleitung.