Nachhaltiger Boden: Top Gründüngung für Zwischenkulturen
By NABU-Experten
TL;DR: Gründüngung ist eine Schlüsselpraxis der regenerativen Landwirtschaft, die Bodenschutz, Nährstoffanreicherung und Biodiversität durch den Anbau spezifischer Zwischenfrüchte fördert.
- Zwischenfrüchte schützen Boden vor Erosion und Nährstoffverlust.
- Sie reichern Humus an und verbessern Bodenstruktur nachhaltig.
- Gründüngung fördert Bestäuber und Bodenorganismen.
- Reduziert Düngerbedarf und steigert Ernteerträge signifikant.
- Strategische Planung essenziell für maximale Vorteile.
Why it matters: Gründüngung verbessert die Bodengesundheit, erhöht die Ernteerträge und stärkt die Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen, was direkt zur Ernährungssicherheit und zum Klimaschutz beiträgt.
Do this next: Beginnen Sie mit einer einfachen Gründüngung nach der Ernte einer Hauptkultur, zum Beispiel Senf nach Getreide, um Erosion zu mindern.
Recommended for: Landwirte und Gärtner, die nachhaltige Anbaumethoden implementieren wollen, um Bodengesundheit, Biodiversität und Ernteerträge langfristig zu verbessern.
Gründüngung mit Zwischenkulturen ist ein Eckpfeiler der regenerativen Landwirtschaft und besonders im ökologischen Landbau unverzichtbar. Zwischenfrüchte wie Senf, Phacelia, Klee oder Mischungen aus Getreide und Leguminosen werden zwischen Hauptfrüchten angebaut, um den Boden zu schützen und zu vitalisieren. Sie verhindern Erosion, binden Nährstoffe und fördern Biodiversität. Im Winter, wenn Äcker sonst kahl liegen, bieten sie Nahrung für Insekten, Vögel und Bodenorganismen. NABU betont die Rolle bei Klimaschutz: Wurzeln speichern CO2, und der organische Aufbau steigert den Humusgehalt langfristig. Praktische Empfehlungen: Frühe Aussaat nach Getreideernte, z. B. nach Weizen Senf oder Radieschen für schnelle Bodenbedeckung. Leguminosenmischungen (Weißklee, Serradella) fixieren bis zu 150 kg Stickstoff pro Hektar. Tiefwurzelnde wie Löwenzahn lockern verdichteten Boden. Fallbeispiele aus Deutschland zeigen: Auf sandigen Böden reduzieren Gründünger Nitratverluste um 75 %, auf Lehmböden verbessern sie die Struktur. Biodiversität steigt durch Blütenpflanzen, die Bestäuber anlocken. Regenerative Praktiken kombinieren Gründüngung mit Fruchtfolge: Nach Kartoffeln Kleegras, dann Hülsenfrüchte. Mulchen der Biomasse reichert Nährstoffe ein, ohne zu düngen. Auswirkungen: Höhere Erträge um 10-20 %, geringerer Düngerbedarf, resiliente Böden gegen Trockenheit. NABU-Experten raten zu regionalen Sorten und Mischkulturen für Robustheit. In der Praxis: Herbstsaat von Vetchten, Einwinterung, Frühjahrspflügen. Langfristig sinkt der Beikrautdruck, Schädlinge werden unterbrochen. Für Kleingärtner: Zwischen Tomaten Phacelia säen, gegen Nematoden. Diese Methoden tragen zur Artenvielfalt bei und stärken Ökosystemdienstleistungen. NABU dokumentiert Erfolge in Pilotprojekten mit messbaren Verbesserungen in Bodenleben und Ertragssicherheit.