Case Study

Herten: RENUWAS – Wasserversorgung neu gedacht

Herten: RENUWAS – Wasserversorgung neu gedacht

TL;DR: Die Stadt Herten und die TU Dortmund entwickeln ein Projekt zur resilienten Wasserversorgungssteuerung, um Nutzungskonflikte bei Dürre zu lösen.

  • Kommunale Klimaanpassung durch Kooperation von Stadt und Wissenschaft.
  • Entwicklung konkreter Strategien zur Konfliktlösung bei Wasserknappheit.
  • Analyse von Wassernutzungsmustern und Zukunftsmodellierung.
  • Optimierung von Wassermanagementplänen und Monitoring-Systemen.
  • Partizipative Ansätze mit Stakeholdern zur Lösungsfindung.

Why it matters: Angesichts zunehmender Dürren ist eine resiliente Wasserversorgung essenziell, um die Versorgungssicherheit für Landwirtschaft, Industrie und Haushalte zu gewährleisten und Konflikte zu minimieren.

Do this next: Prüfen Sie, wie Ihre Kommune durch eine Kooperation mit lokalen Forschungseinrichtungen ähnliche Projekte zur Wasserresilienz starten kann.

Recommended for: Kommunalverwaltungen, Wasserversorger und Umweltschutzorganisationen, die praxisorientierte Lösungen für Wasserknappheit und Nutzungskonflikte suchen.

Das Projekt RENUWAS (Resiliente Steuerung von Nutzungskonflikten der Wasserversorgung in Herten) ist ein praxisorientiertes Beispiel für Klimaanpassung auf kommunaler Ebene. Die Stadt Herten als Praxispartner kooperiert seit August 2023 mit der TU Dortmund als wissenschaftlichem Partner bis voraussichtlich April 2026. Ziel ist die resiliente Steuerung von Konflikten bei der Wasserversorgung inmitten zunehmender Klimafolgen wie Dürren und Wasserknappheit. Das Projekt entwickelt konkrete Strategien zur Konfliktlösung zwischen verschiedenen Nutzern wie Landwirtschaft, Industrie und Haushalten. Es umfasst Analysen von Wassernutzungsmustern, Modellierung zukünftiger Szenarien und die Erarbeitung von Steuerungsinstrumenten. Praktische Maßnahmen beinhalten die Optimierung von Wassermanagementplänen, die Integration von Monitoring-Systemen und partizipative Ansätze mit Stakeholdern. Durch feldgetestete Methoden wie Simulationsmodelle und Stakeholder-Workshops werden resiliente Lösungen geschaffen, die Wasserressourcen schützen und Konflikte minimieren. Dies stärkt die langfristige Versorgungssicherheit und dient als Vorbild für andere Kommunen. Ergänzend zu RENUWAS werden im Kontext weitere Praxisbeispiele wie das KlimPark-Projekt in Bremen erwähnt, das Park- und Kleingewässer resilient macht, doch RENUWAS fokussiert spezifisch auf Wasserversorgung. Die Umsetzung erfolgt schrittweise: Erhebung von Daten, Risikoanalysen, Entwicklung von Handlungsoptionen und Pilotphasen. Ergebnisse umfassen Leitfäden für resiliente Wassernutzung, die direkt anwendbar sind und regulatorische Anforderungen erfüllen. Das Projekt demonstriert, wie interdisziplinäre Kooperation zwischen Kommune und Wissenschaft konkrete, messbare Verbesserungen in der Klimaresilienz erzielt.