Case Study

100% Selbstversorgung: Permakultur-Experiment – Anbau & Konsum

100% Selbstversorgung: Permakultur-Experiment – Anbau & Konsum

PermaNews Brief

Key Takeaways

Ein Selbstversorgungs-Experiment zeigt, dass man mit Permakultur und Handarbeit einen Großteil der Lebensmittel selbst produzieren und verarbeiten kann.

  • Selbstversorgung mit etwa 50 verschiedenen Produkten ist machbar.
  • Manuelle Bearbeitung fördert Permakultur-Prinzipien und Lernprozesse.
  • Flexibilität und Anpassung an Unvorhergesehenes sind entscheidend.
  • Verarbeitung und Vorratshaltung sind zentral für langfristige Autarkie.
  • Platzmangel limitiert Verarbeitung und Lagerung in kleinen Wohnungen.

Why It Matters

Das Streben nach Selbstversorgung gewinnt an Bedeutung. Dieses Experiment zeigt mögliche Wege und Herausforderungen auf, die für jeden Haushalt relevant sein können, der seine Unabhängigkeit von externen Lebensmittelversorgungsketten erhöhen möchte.

What to Do Next

Beginnen Sie mit dem Anbau von ein bis zwei Gemüsesorten, die Ihnen schmecken und gut zu Ihrem Klima passen, wie Karotten oder Erbsen.

Recommended for: Diese Analyse ist ideal für alle, die eine vollständige oder teilweise Selbstversorgung durch Permakulturpraktiken anstreben und bereit sind, daraus zu lernen.

Der Artikel dokumentiert ein Experiment zur vollständigen Selbstversorgung durch Anbau, Verarbeitung und Konsum eigener Lebensmittel im Permakultur-Stil. Der Autor baute ohne Maschinen manuell Gemüsesorten, Gerste, Dinkel, Polentamais, Kartoffeln, Samen, Kerne, Obst, Beeren und Eier von Hühnern an – insgesamt rund 50 verschiedene Produkte. Trotz Herausforderungen wie kleineren Kartoffeln blieb Flexibilität entscheidend; erfolgreiche Kulturen waren Karotten, Erbsen, Krautstiel, Kohl und Johannisbeeren. Die Permakulturansätze ermöglichten Anpassung an Unvorhergesehenes und Kreativität. Die Verarbeitung der Ernte füllt die Vorratskammer, wobei traditionelle Methoden modern wiederentdeckt werden. Der Bewusstseinswandel hin zu eigenem Verarbeiten steigt enorm. Im Januar folgen Arbeiten wie Saatgut sortieren, Anzuchten planen, Pflanzpläne für Mischkulturen und Fruchtfolgewechsel erstellen sowie Abmulchen frostgefährdeter Obstbäume, um Frost im Boden zu halten und Blüten zu schützen. Platzmangel in einer 2-Zimmer-Wohnung limitiert Lagerung und Verarbeitung, weshalb Grundnahrungsmittel wie Öl und Getreide künftig ergänzt werden. Manueller Anbau ist aufwendig, maschinelle Unterstützung sinnvoll. Das Experiment zeigt Spaß, Machbarkeit und Lernprozesse: Von Hand gärtnern fördert Permakulturprinzipien wie Vielfalt und Kreisläufe. Es liefert konkrete Einblicke in Erträge, Anpassungen und Grenzen, ideal für Praktiker, die Selbstversorgung testen wollen. Der Fokus auf Verarbeitung und Vorratshaltung unterstreicht regenerative Praktiken für langfristige Autarkie.[6]

Source: permakultur.de

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