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Jungpflanzen pikieren: Erde, Größe, Düngen – Alles Wichtige!

By SelfBio
Jungpflanzen pikieren: Erde, Größe, Düngen – Alles Wichtige!

TL;DR: Das Pikieren von Jungpflanzen erfordert die richtige Erde und den passenden Zeitpunkt, um kräftige Setzlinge zu gewährleisten.

  • Nicht zu früh pikieren, Keimblätter sind kein Zeichen.
  • Anzuchterde für junge Sämlinge, Gemüseerde für etablierte Pflanzen.
  • Nährstoffarme Anzuchterde schützt zarte Wurzeln.
  • Pikieren bei ersten echten Blattpaaren.
  • Vermeide grobe, nährstoffreiche Erde für junge Pflanzen.
  • Achte auf ausreichend Platz für Wurzelentwicklung.

Why it matters: Die korrekte Handhabung beim Pikieren fördert vitales Pflanzenwachstum und steigert die Ernteerträge, indem Wurzelschäden vermieden und die Nährstoffaufnahme optimiert werden.

Do this next: Prüfen Sie Ihre Jungpflanzen auf die Entwicklung der ersten echten Blattpaare, um den optimalen Pikierzeitpunkt nicht zu verpassen.

Recommended for: Anfänger und erfahrene Gärtner, die ihre Kenntnisse zur Jungpflanzenaufzucht vertiefen und häufige Fehler vermeiden möchten.

Jungpflanzen Pikieren: Anzuchterde oder Gemüseerde? Pikiergröße und Düngezeitpunkt

Das Pikieren von Jungpflanzen ist ein entscheidender Schritt im Gartenbau, um kräftige und gesunde Pflanzen zu fördern. Dieser Prozess beinhaltet das Vereinzeln von Sämlingen, die zu dicht beieinander gewachsen sind, und ihr Umsetzen in größere Behälter, um ihnen mehr Raum für Wachstum zu geben. Die Wahl des richtigen Substrats, der optimale Zeitpunkt und die korrekte Düngepraxis sind dabei von großer Bedeutung.

Die Wahl des Substrats: Anzuchterde vs. Gemüseerde

Eine zentrale Frage beim Pikieren ist die Wahl des richtigen Substrats. Es gibt zwei Hauptoptionen: Anzuchterde und Gemüseerde.

* Anzuchterde: Diese spezielle Erde ist ideal für die Aussaat und das frühe Pikieren von Jungpflanzen. Sie zeichnet sich durch eine feine, lockere Struktur aus, die eine gute Belüftung und Drainage gewährleistet. Ihr geringer Nährstoffgehalt ist absichtlich gewählt, da die Keimlinge in den ersten Wochen hauptsächlich von den Nährstoffreserven im Samenkorn zehren. Ein zu hoher Nährstoffgehalt könnte die empfindlichen Wurzeln der jungen Pflanzen verbrennen. Die feine Struktur erleichtert es den zarten Wurzeln, sich auszubreiten und Wasser sowie die wenigen vorhandenen Nährstoffe aufzunehmen.

* Gemüseerde: Im Gegensatz dazu ist Gemüseerde nährstoffreicher und grober in ihrer Struktur. Sie ist für etablierte Pflanzen gedacht, die bereits ein stärkeres Wurzelsystem entwickelt haben und einen höheren Nährstoffbedarf aufweisen. Das direkte Pikieren in Gemüseerde wird für sehr junge Sämlinge nicht empfohlen, da die hohe Nährstoffkonzentration und die gröbere Struktur die empfindlichen Wurzeln schädigen könnten.

Der optimale Zeitpunkt zum Pikieren

Der richtige Zeitpunkt für das Pikieren ist entscheidend für den Erfolg. Generell gilt, dass Sämlinge pikiert werden sollten, sobald sie die ersten echten Blattpaare entwickelt haben. Die Keimblätter, die zuerst erscheinen, sind Speicherorgane und nicht die eigentlichen Blätter der Pflanze. Die echten Blätter sehen anders aus und signalisieren, dass die Pflanze bereit ist, sich selbst zu versorgen und ein stärkeres Wurzelsystem aufzubauen.

Ein zu frühes Pikieren kann die Pflanze stressen, da sie noch zu empfindlich ist. Ein zu spätes Pikieren führt dazu, dass die Sämlinge zu dicht stehen, um Nährstoffe und Licht konkurrieren und sich gegenseitig im Wachstum behindern. Dies kann zu vergeilten, schwachen Pflanzen führen.

Die richtige Pikiergröße

Die Größe der Jungpflanzen beim Pikieren hängt von der jeweiligen Pflanzenart ab. Als Faustregel gilt jedoch, dass die Pflanzen eine Größe erreicht haben sollten, bei der sie gut mit den Fingern oder einem Pikierstab gegriffen werden können, ohne die Stängel oder Wurzeln zu beschädigen. Die Entwicklung von zwei bis drei echten Blattpaaren ist ein guter Indikator.

Wann sollte gedüngt werden?

Das Düngen von Jungpflanzen erfordert Fingerspitzengefühl. Wie bereits erwähnt, benötigen Sämlinge in den ersten Wochen keine zusätzliche Düngung, da sie von den Nährstoffen im Samenkorn leben und die Anzuchterde nur wenige Nährstoffe enthält.

Erst nach dem Pikieren und wenn die Pflanzen sich im neuen Substrat etabliert haben und sichtbar weiterwachsen, kann eine leichte Düngung in Betracht gezogen werden. Es ist ratsam, einen speziellen Flüssigdünger für Jung