Podcast

E20: Zürichs Netto-Null-Vision in Stadt-Landwirtschaft – FiBL-Studie

By Klimaneutrale Landwirtschaft Graubünden/Verein Netzwerk Klima & Landwirtschaft
E20: Zürichs Netto-Null-Vision in Stadt-Landwirtschaft – FiBL-Studie

PermaNews Brief

Key Takeaways

Eine FiBL-Studie im Auftrag der Stadt Zürich zeigt auf, wie urbane Landwirtschaft Netto-Null-Emissionen erreichen kann, was tiefgreifende Änderungen erfordert.

  • Städtische Netto-Null-Landwirtschaft ist machbar, aber anspruchsvoll.
  • Reduzierung von Wiederkäuern ist entscheidend für Emissionsminderung.
  • Optimierung des Düngemitteleinsatzes senkt Treibhausgase.
  • Vollständiger Tierverzicht erlaubt Netto-Null-Zielerreichung.
  • Anbau von Pflanzenkohle kann Emissionen kompensieren.

Why It Matters

Die Studie liefert konkrete Szenarien und Handlungsfelder für Städte weltweit, die ihre Landwirtschaft klimaneutral gestalten wollen, und zeigt das Potenzial für eine nachhaltige Ernährungsproduktion auf.

What to Do Next

Hören Sie die Podcast-Episode, um die detaillierten Szenarien und Berechnungen des FiBL für Zürichs Netto-Null-Landwirtschaft zu verstehen.

Recommended for: Für Stadtplaner, Landwirte, Umweltschützer und Interessierte an nachhaltiger urbaner Entwicklung, die sich mit den Herausforderungen und Chancen der Netto-Null-Landwirtschaft auseinandersetzen möchten.

Titel: E20 Zürich hat hingeschaut: Netto-Null in der städtischen Landwirtschaft – Utopie oder machbar?

Eine aktuelle Studie, die von der Stadt Zürich in Auftrag gegeben und vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) durchgeführt wurde, untersuchte die Machbarkeit der Erreichung von Netto-Null-Treibhausgasemissionen im städtischen Agrarsektor. Ziel der Untersuchung war es, die notwendigen Transformationen zu bestimmen, die die städtische Landwirtschaft durchlaufen müsste, um dieses ehrgeizige Umweltziel zu erreichen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Netto-Null zwar erreichbar ist, dies jedoch grundlegende und umfassende Änderungen der aktuellen landwirtschaftlichen Praktiken und der Landnutzung innerhalb der Stadt erfordern würde.

Die Studie begann mit der Ermittlung einer Ausgangsbasis für die aktuellen Treibhausgasemissionen aus den landwirtschaftlichen Aktivitäten Zürichs. Dies umfasste die Analyse verschiedener Quellen, darunter Viehbestand, Düngemitteleinsatz, Energieverbrauch für Maschinen und Infrastruktur sowie Landbewirtschaftungspraktiken. Nach Festlegung dieser Ausgangsbasis modellierte das FiBL verschiedene Szenarien und Interventionen, die zu einer signifikanten Emissionsreduzierung führen könnten, mit dem letztendlichen Ziel, Netto-Null zu erreichen.

Einer der primären Bereiche, der für eine erhebliche Emissionsreduzierung identifiziert wurde, ist die Viehzucht. Die Studie zeigte, dass eine deutliche Reduzierung der Anzahl von Wiederkäuern, insbesondere Rindern, entscheidend wäre. Dies liegt an den Methanemissionen, die mit ihren Verdauungsprozessen verbunden sind. Während eine vollständige Eliminierung des Viehbestands eine extreme Maßnahme sein könnte, schlug die Forschung eine substanzielle Verlagerung hin zu weniger emissionsintensiver Tierhaltung oder eine Reduzierung des gesamten Konsums tierischer Produkte innerhalb der Stadt vor.

Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Optimierung des Düngemitteleinsatzes. Die Studie betonte die Bedeutung des Übergangs weg von synthetischen Stickstoffdüngern, die eine Hauptquelle für Lachgas, ein potentes Treibhausgas, darstellen. Stattdessen plädierte die Forschung für eine verstärkte Nutzung organischer Dünger, wie Kompost und Gülle aus reduzierten Viehbeständen, und die Implementierung von Präzisionslandwirtschaftstechniken, um Nährstoffauswaschung und Emissionen zu minimieren. Der Anbau von stickstofffixierenden Zwischenfrüchten wurde ebenfalls als vorteilhafte Praxis identifiziert.

Über die direkten landwirtschaftlichen Praktiken hinaus untersuchte die Studie auch die Rolle des Energieverbrauchs. Sie schlug einen Übergang zu erneuerbaren Energiequellen für den Betrieb von Landmaschinen, Bewässerungssystemen und landwirtschaftlichen Gebäuden vor. Dies würde Investitionen in Solaranlagen, Windenergie oder andere nachhaltige Energielösungen beinhalten, um fossil betriebene Anlagen zu ersetzen.

Das Landmanagement erwies sich als ein weiterer kritischer Faktor. Die Studie untersuchte das Potenzial zur Kohlenstoffsequestrierung durch verbesserte Bodenbewirtschaftungspraktiken. Dazu gehören die Förderung von Direktsaat oder reduzierter Bodenbearbeitung, die Erhöhung des organischen Materials in Böden und die Etablierung von Agroforstsystemen. Diese Praktiken reduzieren nicht nur Emissionen, sondern verbessern auch die Bodengesundheit und die Biodiversität. Die Umwandlung einiger landwirtschaftlicher Flächen in andere Nutzungen, wie städtische Grünflächen oder Wiederaufforstung, könnte ebenfalls zur Kohlenstoffsequestrierung beitragen, müsste jedoch sorgfältig mit den Anforderungen der Nahrungsmittelproduktion abgewogen werden.

Die Forschung berücksichtigte auch die umfassenderen Auswirkungen dieser Veränderungen auf das städtische Ernährungssystem. Eine Verlagerung hin zu einer Netto-Null-Landwirtschaft würde wahrscheinlich eine stärkere Betonung der lokalen und saisonalen Lebensmittelproduktion bedeuten, wodurch Emissionen im Zusammenhang mit Transport und Lagerung reduziert werden könnten. Es könnte auch eine pflanzlichere Ernährung unter den Stadtbewohnern fördern, was die Nachfrage nach emissionsintensiven tierischen Produkten weiter reduzieren würde.

Obwohl die Studie zu dem Schluss kam, dass Netto-Null technisch erreichbar ist, unterstrich sie die erheblichen Herausforderungen. Dazu gehören der Bedarf an erheblichen finanziellen Investitionen, politische Änderungen zur Anreizsetzung für nachhaltige Praktiken und die Bereitschaft von Landwirten und Verbrauchern, sich an neue Ansätze anzupassen. Der Bericht räumte ein, dass eine solche Transformation kein einfaches Unter

Source: landwirtschaft-klima-wandel.podigee.io

Related Analysis

Browse all analysis →

Related on PermaNews

Explore more in Food Systems & Growing — the full hub for this knowledge area.