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ReGenFarm: Jülich & Bayer digitalisieren die Ackerzukunft

ReGenFarm: Jülich & Bayer digitalisieren die Ackerzukunft

TL;DR: Digitale Zwillinge revolutionieren die Landwirtschaft, indem sie reale Felddaten nutzen, um Anbaustrategien zu simulieren, Ernteerträge zu optimieren und Landwirte bei nachhaltigen Entscheidungen zu unterstützen.

  • Virtuelle Modelle simulieren Anbauprozesse präzise.
  • Optimierung von Düngung, Bewässerung und Fruchtfolgen.
  • Vorhersage von Erträgen und Bodenqualität unter Klimawandel.
  • Unterstützt regenerative Landwirtschaft und Kohlenstoffmanagement.
  • Roboter und KI verbessern Datenerfassung und Analyse.
  • Fördert Resilienz gegenüber Klimaschwankungen, reduziert Wasserbedarf.

Why it matters: Diese digitalen Werkzeuge helfen Landwirten, fundierte Entscheidungen zu treffen, die den Einsatz von Ressourcen minimieren und gleichzeitig die Ernteerträge maximieren, was einen direkten Einfluss auf die Umwelt und die Wirtschaftlichkeit hat.

Do this next: Informieren Sie sich über lokale Initiativen oder Forschungsprojekte, die digitale Landwirtschaftstechnologien anwenden.

Recommended for: Landwirte, Agrarwissenschaftler und politische Entscheidungsträger, die sich für die Zukunft der nachhaltigen Landwirtschaft interessieren.

Das Forschungszentrum Jülich entwickelt digitale Zwillinge für landwirtschaftliche Systeme im Projekt ReGenFarm in Kooperation mit Bayer AG. Diese virtuellen Abbilder nutzen reale Daten zu Feldern, Fruchtfolgen, Düngeterminen, Bewässerungen, Klima, Wetter und Bodenbeschaffenheit, um Prozesse zu simulieren und zu optimieren. Agraringenieur Felix Bauer demonstriert, wie unterschiedliche Bewirtschaftungsstrategien oder Klimawandel-Effekte auf Bodenqualität und Erträge getestet werden können – z. B. optimale Düngezeiten für nachhaltige Produktion. In Klimakammern und Feldversuchen werden Pflanzen unter variierenden Bedingungen kultiviert, deren Daten in hochleistungsfähige Computer fließen, um Ökosystem-Entwicklungen vorherzusagen. Forscher wie Anja Schnepf zielen auf Anpassungsstrategien ab: Welche Sorten eignen sich am besten? Welche Fruchtfolgen maximieren Erträge bei minimalem Ressourceneinsatz? Maßnahmen zur Bodenqualitätssteigerung und Klimaschonung werden priorisiert, was Wasserkonservierung durch präzise Bewässerungsplanung fördert. Der digitale Zwilling unterstützt Landwirte bei täglichen Entscheidungen und treibt regenerativen Landbau voran, indem Kohlenstoff-Management optimiert wird. Ergänzende Tools wie PhenoRob nutzen Robotik und KI für präzise Phänotypisierung von Pflanzenwachstum und Bodenbedingungen, was ressourcenschonende Praktiken ermöglicht. Im ReGenFarm-Projekt wird der Zwilling eines gesamten Hofs modelliert, um Effekte regenerativer Methoden auf Bodenkohlenstoff messbar zu machen. Dies schafft Resilienz gegenüber Klimaschwankungen, reduziert Bewässerungsbedarf und steigert Erträge. Praktische Tests in Feldexperimenten validieren die Modelle, sodass Farmer konkrete Handlungsempfehlungen erhalten. Die Methode ist skalierbar und integriert Langzeitdaten aus Infrastrukturen wie TERENO, um Vorhersagen für zukünftige Szenarien zu ermöglichen. So wird nachhaltige Landwirtschaft datengetrieben und resilient gestaltet.