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Basiscamp 1.0: Klimaneutral durch Bottom-up-System

By Renate Hodel
Basiscamp 1.0: Klimaneutral durch Bottom-up-System

TL;DR: Die Schweizer Landwirtschaft arbeitet mit einem Bottom-up-System an Klimaneutralität, um Emissionen zu reduzieren und Extremwetterfolgen zu mildern.

  • Methan-Reduktion durch Futtermittelzusätze wird getestet.
  • Effizientere Produktion und weniger Verschwendung sind entscheidend.
  • Ackerflächen gezielter für menschliche Ernährung nutzen.
  • Anpassung der Wiederkäuerhaltung an Grasland.
  • Gesamtheitliches Engagement von Gesellschaft und Politik nötig.

Why it matters: Die Schweiz erlebt überdurchschnittliche Erwärmung, die landwirtschaftliche Produktion wird durch Extremwetter, Hitze und Trockenheit stark belastet. Klimaneutrale Landwirtschaft sichert die Lebensmittelproduktion und schützt Ökosysteme.

Do this next: Informieren Sie sich über lokale Initiativen und Pilotprojekte zur Methanreduktion in der Tierhaltung.

Recommended for: Landwirte, Agrarwissenschaftler, politische Entscheidungsträger und Konsumenten, die an nachhaltiger Lebensmittelproduktion interessiert sind und innovative Ansätze zur Klimaneutralität in der Landwirtschaft suchen.

Der Artikel beschreibt die Herausforderungen und Lösungsansätze für eine klimaneutrale Landwirtschaft in der Schweiz, die seit 2025 gesetzlich verankert ist. Die Schweiz erwärmt sich überdurchschnittlich stark, was zu Extremwetterereignissen, Hitzetagen und Trockenstress führt, die die landwirtschaftliche Produktion belasten. Die Klimastrategie für Landwirtschaft und Ernährung sieht eine Reduktion der landwirtschaftlichen Produktionsemissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 vor. Das Einsparpotenzial ist groß, wenn mehrere Hebel kombiniert werden, darunter weniger Lebensmittelverschwendung, effizientere Produktion, gezieltere Nutzung von Ackerflächen für direkte menschliche Ernährung und eine an das Grasland angepasste Wiederkäuerhaltung. Ein wichtiger Ansatz ist der Einsatz von Futtermittelzusätzen wie „Bovaer“, der seit 2023 in der Schweiz zugelassen ist und die Methanbildung bei Wiederkäuern um 15 bis 30 Prozent senken kann. Dieses Mittel wird aktuell in einem Bündner Pilotprojekt auf Milchviehbetrieben getestet, um Wirkung, Akzeptanz und Wirtschaftlichkeit zu prüfen. Die Kernbotschaft ist, dass die Klimaneutralität nur durch ein gemeinsames Engagement von Politik, Landwirtschaft, Handel und Konsum erreicht werden kann. Das Bottom-up-System fördert die Entwicklung und Umsetzung praxisnaher Lösungen durch die Landwirte selbst, was die Akzeptanz und Wirksamkeit erhöht. Der Artikel betont die Notwendigkeit eines Kulturwandels in der Landwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz.